Verspätete Jugendweihe in Schlotheim

Nottertal-Heilinger Höhen.  65 Jugendliche wurden in der Seilerhalle in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen.

Die Jugendweihe erhielten in Schlotheim unter anderen (von links): Mia Sonntag, Jona Müller, Friedericke Bohse, Anna Madeleine Stöber und Lilly Schumann.

Die Jugendweihe erhielten in Schlotheim unter anderen (von links): Mia Sonntag, Jona Müller, Friedericke Bohse, Anna Madeleine Stöber und Lilly Schumann.

Foto: Klaus Dreischerf / TA

Jugendweihe im Herbst ist ein Novum in der rund 170-jährigen Geschichte der Tradition in Deutschland, sagte Monika Ortmann vom Freundeskreis Jugendarbeit und Jugendweihe Unstrut-Hainich am Wochenende in Schlotheim. Bedingt durch die Corona-Pandemie ist in diesem Jahr vieles anders, was sich auch bei dieser Veranstaltung niederschlug. In zwei Feierstunden wurden 65 junge Männer und Frauen in den Kreis der Erwachsenen aufgenommen.

Im Rahmen seiner Festrede ging der Schulsportkoordinator des Unstrut-Hainich-Kreises, Hardy Krause, auf die ungewöhnliche Zeit ein. Passend dazu zitierte er den Titel „Deine Schuld“ der Gruppe „Die Ärzte“, in dessen Refrain es heißt: „Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist. Es wäre nur deine Schuld, wenn sie so bleibt“.

Diese Textzeilen träfen das Zeitgeschehen auf den Punkt. „Aus euch sollen heute Erwachsene werden, die später einmal Verantwortung übernehmen sollen, was aber gar nicht so einfach ist. Doch mit viel Willenskraft lassen sich mitunter Berge versetzen“, so Hardy Krause. Musikalisch wurde die Feierstunde von Theresa Käppler und ihrer Gruppe ausgestaltet.