Visionen für die Bergbauregion Unstrut-Hainich

Menteroda.  Die drei Nordthüringer Landkreises überreichen Minister Tiefensee einen Forderungskatalog – mit dem Wunsch nach einem Bad für Menteroda.

Bergbau hat in Menteroda eine lange Tradition: Darauf weist auch das Bergmannsdenkmal hin.

Bergbau hat in Menteroda eine lange Tradition: Darauf weist auch das Bergmannsdenkmal hin.

Foto: Alexander Volkmann

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Ein visionäres Strategiepapier zur Entwicklung der Kaliregion übergab jetzt Unstrut-Hainich-Landrat Harald Zanker (SPD) im Namen der Landkreise Nordhausen, des Kyffhäuser und Unstrut-Hainich an Thüringens Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD).

Um den Langzeitfolgen der Zerschlagung der Kaliindustrie zu begegnen, entstand in Zusammenarbeit mit dem gemeinsamen Regionalmanagement Nordthüringen sowie der Thüringer Landgesellschaft mbh und Akteuren aus den ehemaligen Kali-Regionen ein konkreter Maßnahmenkatalog. Der sammelt Ideen, um die Region zu entwickeln. Das Strategiepapier soll in den Koalitionsverhandlungen diskutiert und als Forderung in die neue Landesregierung eingebracht werden, hoffen die Einreicher.

Die Forderungen für den Unstrut-Hainich-Kreis betreffen allein die Gemeinde Menteroda und ihre Ortsteile. Angeregt werden die Erneuerung von Straßen – sowohl innerorts als auch zwischen den Ortsteilen –, der Bau einer Begegnungsstätte mit Kegel- und Bowlingbahn und Fitnesszentrum, und der Bau eines Freibades.

Menteroda hatte über Jahre das einzige beheizte Freibad der Region. Es schloss 2003; die Gemeinde hatte sich den Betrieb nicht mehr leisten können.

Neben der Vision für ein beheiztes Freibad gibt es weitere Pläne: Das Umfeld zwischen dem Dorf und dem Schacht soll aufgebessert werden. Die Forderungen sollen sich auch in Kleinkeula niederschlagen, wo das Gemeindehaus zur Begegnungsstätte werden könnte, und in Urbach, wo der alte Konsum eine neue Fassade bekommen und der Jugendclub umgestaltet werden soll.

Für den Ortsteil Sollstedt fordert das Papier neue Fenster in der Begegnungsstätte und ein Spielgerät.

Darüber hinaus fordern die Einreicher eine Image-Kampagne für den Bergbau, damit der seine, wie es heißt, „negative Konnotation“ verliert. Der Bergbau sei identitätsstiftend und müsse erhalten und gefördert werden.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren