Volleyballmädchen aus Mühlhausen trainieren mit Bundesliga-Frauen

Chiara Schönau
| Lesedauer: 3 Minuten
Die Mannschaft des Volleyballvereins Mühlhausen gemeinsam mit Lena Liegert, Jaidyn Blanchfield, Vera Mulder (vorne von links) und Co-Trainerin Rebekka Schneider (rechts stehend). 

Die Mannschaft des Volleyballvereins Mühlhausen gemeinsam mit Lena Liegert, Jaidyn Blanchfield, Vera Mulder (vorne von links) und Co-Trainerin Rebekka Schneider (rechts stehend). 

Foto: Chiara Schönau

Mühlhausen.  Seit drei Monaten trainieren die Volleyballerinnen des Volleyballvereins Mühlhausen für ihr Ziel, 2025 in die Thüringer Verbandsliga einzusteigen. Als Motivation fand für sie am Montagnachmittag das Highlight des Jahres statt.

Zwar hat das neue Jahr gerade erst begonnen, aber für 15 Volleyballerinnen zwischen 13 und 16 Jahren fand am Montagnachmittag in der Georgii-Sporthalle in Mühlhausen schon jetzt der Höhepunkt des Jahres statt. Für eine Trainingseinheit besuchten die drei Spielerinnen Lena Liegert, Vera Mulder und Jaidyn Blanchfield sowie die Co-Trainerin Rebekka Schneider des Bundesligisten Schwarz-Weiß Erfurt die Nachwuchssportlerinnen des Volleyballvereins Mühlhausen (VVM). Die Euphorie und Motivation nach dem gemeinsamen Training waren deutlich zu spüren.

Mit einer Trainingseinheit viel Motivation geschaffen

Seit drei Monaten treffen sich die Mädels mehrmals in der Woche zum Volleyballtraining. Unter dem Motto „Future Team 2025“ bereitet Trainer Florian Fischer seine Spielerinnen darauf vor, in zwei Jahren die Verbandsliga in Thüringen aufzumischen. „Das große Ziel ist heute, dass die Mädels ihre Berührungsängste verlieren und sie auch einen Anreiz bekommen, um mehr aus sich rauszukommen“, sagte Fischer: „Ich möchte sie motivieren weiterzumachen und ihnen zeigen, wie schön dieser Sport ist.“ Das hat am Montagnachmittag einwandfrei funktioniert.

In verschiedenen Übungen wurden die Grundlagen der Nachwuchssportlerinnen perfektioniert. Pritschen, Zuspiel, Treffsicherheit: Alles wurde in unzähligen Wiederholungen trainiert. Manchmal griffen die Profis ein, um den jungen Spielerinnen ihre Tipps zu verraten. Gestaltet wurde die Trainingseinheit nicht nur von Florian Fischer, sondern auch von Außenangreiferin Jaidyn Blanchfield. „Die Mädchen nehmen unser Feedback sehr gut an“, sagte sie. In ihrer Heimat in den Vereinigten Staaten hat sie schon einige junge Volleyballmannschaften trainiert. „Ich trainiere die Grundlagen gerne Schritt für Schritt. In dieser kurzen Zeit heute habe ich schon gute Fortschritte bei den Mädels gesehen.“

Profispielerinnen erzählen dem Nachwuchs von ihrem Weg

Zum Abschluss gab es für die Volleyballerinnen des VVM noch die Möglichkeit, Fragen an die Profis zu stellen. Spätestens zu diesem Zeitpunkt konnte keine der jungen Sportlerinnen ihre Freude und Euphorie mehr verbergen. „Es war total cool, sich etwas abgucken zu können und zu sehen, welchen Ehrgeiz und Freude sie einbringen“, sagte die 16-jährige Charlotte Siegel im Anschluss: „Für mich sind sie Vorbilder.“

Diese Aufregung schwang auch bei ihren Teamkolleginnen mit. Lia Joy Schwarz, 13 Jahre alt, sagte dazu: „Wir müssen es uns mal durch den Kopf gehen lassen, das da sind Profis. Ich will jetzt unbedingt weiter machen, träumen und am Ball bleiben.“ Nicht anders klang es bei Teamkollegin Marie Frerichs. Auch die 15-Jährige will jetzt unbedingt weiter trainieren: „Ihre Tipps waren gut und sehr hilfreich. Auch das, was sie uns über ihren Weg erzählt haben, war sehr spannend.“

Jetzt heißt es träumen und kontinuierlich weiterarbeiten für das Ziel, im Jahr 2025 die Verbandsliga in Thüringen unsicher zu machen. Die Trainingseinheit mit den Spielerinnen von Schwarz-Weiß Erfurt hat dafür eine Grundlage mit viel Motivation geschaffen.