Vorschrift zwingt Schlotheim zu höherer Ausgabe

Schlotheim  Stadt mietet einen Teleskop-Lader, auch wenn ein Mietkauf preislich gesehen wohl die günstigere Alternative gewesen wäre

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Die Stadt Schlotheim mietet einen Teleskop-Radlader. Das beschloss jetzt der Stadtrat und stellte dabei fest: Eigentlich ist der Kauf eines Radladers – noch dazu eines gebrauchten – günstiger. Das aber ist aufgrund der Haushaltslage der Stadt nicht möglich. Das irrsinnig Anmutende erklärte Bürgermeister Hans-Joachim Roth (CDU): „Als Stadt Schlotheim befinden wir uns in der vorläufigen Haushaltsführung. Die erlaubt keinen Mietkauf, prinzipiell nicht, auch wenn es preiswerter ist als ein Leasing.“ Über 60 Monate sind rund 1000 Euro zu zahlen.

Seit 1992 war der Bauhof mit dem bisherigen Radlader im Einsatz, in den vergangenen Jahren aufgrund einer Vereinbarung mit den Nachbar-Kommunen auch außerhalb der Stadtgrenzen. Inzwischen ist das Fahrzeug verschlissen. Ersatzteile gibt es nicht mehr, machte die Verwaltung deutlich.

Für nicht umsetzbar hält Roth die Idee von Stadtrat Thomas Fitze (SPD), der vorgeschlagen hatte, sich den Radlader bei Bedarf zu leihen. Dafür ist er laut Roth viel zu oft im Einsatz. „Für einen Teleskop-Lader gibt es immer Arbeit, die lässt sich auch nicht bündeln. Damit würden wir uns die Chance vergeben, kurzfristig zu reagieren.“

Fortgesetzt werden in Schlotheim die Investitionen in den Kindergarten. Dort solle sich in den Räumen die Akustik verbessern, zudem sollen Verschattungen angebracht werden.

Die Aufträge dazu hatte der Bürgermeister in den vergangenen Wochen bereits vergeben. Der Stadtrat hatte ihn im Frühjahr dazu legitimiert, die Sanierungen anzuschieben.

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