Wie die Mühlhäuser Künstlerin Marion Walther durch die Pandemie kommt

Alexander Volkmann
Marion Walther aus Mühlhausen arbeiten in ihrem Atelier an Keramiken und Grafiken. Einige Ausstellungen finden trotz Corona statt, aber ohne Publikum.

Marion Walther aus Mühlhausen arbeiten in ihrem Atelier an Keramiken und Grafiken. Einige Ausstellungen finden trotz Corona statt, aber ohne Publikum.

Foto: Alexander Volkmann

Mühlhausen.  In unserer Serie wollen wir einen Einblick in das Schaffen bildender Künstler aus dem Unstrut-Hainich-Kreis während der Coronazeit geben.

Das Gelände auf dem Mühlhäuser Kiliani-Kirchhof, wo sich das Atelier von Marion Walther befindet, ist seit Monaten wie leer gefegt. Die Theaterwerkstatt 3K empfängt keine Besucher. Die Schüler der Jugendkunstschule, deren Leiterin die gebürtige Gothaerin seit 2008 ist, dürfen nicht mehr kommen. Und auch ihre Arbeit als Kunstlehrerin für die Schulen der Diakonie Doppelpunkt ruht, Kurse in der Volkshochschule finden nicht statt.

„Ich habe schnell gemerkt, dass ich keine Einzelkämpferin bin“, sagt Marion Walther, „ich brauche die direkten Gespräche genauso wie die Ruhe zum Arbeiten.“ Vielen Künstlern fehlt ein Plattform, sich und ihre Werke zu präsentieren. Und eine digitale Präsentation ist gerade für die bildenden Künste selten der optimale Weg.

Marion Walther hat das vergangene Jahr genutzt, um an verschiedenen Themen zu arbeiten, hat sich nicht beirren lassen. Sie ist überzeugt, dass Künstler die ersten sein werden, die auf der Matte stehen müssen, wenn es wieder losgeht. Aber sie seien auch diejenigen, die gerade am finanziellen Limit arbeiteten würden. Aber es gebe sie, die Leute, die auch in diesen Zeiten Kunst kaufen.

In Marion Walthers Atelier entstanden Keramiken in Vorbereitung auf Ausstellungen. Die seien ihre Triebkraft in der Corona-Zeit, auch wenn viele Schauen nur online stattfinden. Was dabei fehle, sei der direkte Austausch mit dem Publikum.

Gerade hat „Weibsbilder“ in der Kunsthalle Arnstadt eröffnet. Marion Walther ist mit Landschaftsbildern und Keramiken zum Thema Gold- und Rostobjekte vertreten. Ende Juli gibt es die Jubiläumsschau anlässlich der 10. Höhler Biennale in Gera. Marion Walthers Keramiken Orpheus und Eurydike werden dafür mit Licht in Szene gesetzt. Mitte Mai beginnt der Aufbau.