Wiener Schmäh in der Kurstadt Heiligenstadt

Heiligenstadt  Zum Sommernachtsball 2019 am 10. August soll sich das Vitalpark-Gelände in ein kleines Opernhaus verwandeln.

Sebastian Fromm, Chef des Vitalparks, Moderator Heiko Lendeckel und Tourismus-Chef Rüdiger Eckart (von links) versprechen eine rauschende Ballnacht am 10. August beim 5. Sommernachtsball der Stadt Heiligenstadt.

Sebastian Fromm, Chef des Vitalparks, Moderator Heiko Lendeckel und Tourismus-Chef Rüdiger Eckart (von links) versprechen eine rauschende Ballnacht am 10. August beim 5. Sommernachtsball der Stadt Heiligenstadt.

Foto: Silvana Tismer

Ist es nun der 5., 6. oder gar 7. Sommernachtsball, der am 10. August am Heiligenstädter Vitalpark stattfindet? Heiko Lendeckel wirft den Kopf zurück und lacht. „Alles ist richtig.“ Es ist der 5. Sommernachtsball in Folge, den die Stadt Heiligenstadt mit ihren Gesellschaften für die Bürger ausrichtete. Es ist der sechste, weil den Startschuss der Sommernachtsball des MDR 2014 gab. „Und der siebte, weil irgendwann in den 90er-Jahren schon mal einer in der Stadthalle stattfand. Aber das genaue Jahr kann ich nicht sagen.“

Das muss Heiko Lendeckel auch nicht, denn im Moment sind alle Augen nach vorn gerichtet. Er zum Beispiel wird sich an diesem Abend in Smoking und Fliege werfen, um die Moderation zu übernehmen. „Dabei wird er auch einiges zu tun haben“, sagt Vitalpark-Chef Sebastian Fromm.

Jeder Sommernachtsball hat bislang unter einem bestimmten Motto gestanden. „Das wird auch in diesem Jahr so sein“, sagt Fromm. „Wien.“ Das gesamte Open-Air-Ballgelände zwischen Hotel, Freibad, Vitalpark und Märchenpark wird sich in ein Wiener Opernhaus verwandeln. Sogar eine Hochzeitskutsche wie ein Wiener Fiaker werde da sein, heißt es. Auch das Speisenangebot wird sich am Wiener Opernhaus orientieren. „So ein kleiner Kaiserschmarrn wird vielleicht dabei sein“, gibt sich Sebastian Fromm geheimnisvoll. Und nicht zuletzt wird es auf der Bühne noch echten Wiener Schmäh geben, denn der Sänger, den das Ballorchester Julia Gräber mitbringt, stammt aus der österreichischen Hauptstadt. „Wenn es dann noch der Ortsteil Heiligenstadt wäre, wäre es nicht mehr auszuhalten“, meint Heiko Lendeckel mit einem verschmitzten Lächeln.

Das Ballorchester Julia Gräber wird an diesem Abend so einiges im Gepäck haben, was den nagelneuen Tanzboden, den die Stadt angeschafft hat, schon einmal malträtieren wird. Natürlich werden glanzvolle Straußwalzer erklingen. Aber nicht nur, meint Sebastian Fromm. Für jeden soll etwas dabei sein. Und das Ballorchester kann alles bieten – vom Walzer über Rumba, Cha-Cha-Cha, Samba, Tango bis zum Disko-Fox. „Aber die Wiener Klassik wird bestimmt nicht zu kurz kommen“, verrät Sebastian Fromm.

Damit die Tanzwütigen auch eine Pause einlegen und trotzdem weiter gut unterhalten werden, hat sich das Vorbereitungsteam auf Altbewährtes verlassen, setzt aber auch auf Überraschungen. „Zwischen den Tanzrunden zeigt die Tanzsportgemeinschaft Heiligenstadt Standardtänze“, verrät er. Auch Drehorgelspieler werden da sein und eine Stimmung wie Wiener Prater verbreiten. Dazu soll es Dinge geben, die die Gäste wohl so noch nie gesehen oder gehört haben. „Zum Beispiel eine Barockschnecke“, sagt Fromm. Was das ist, will er nicht verraten. „Die Antwort gibt es beim Sommernachtsball“, lässt er sich auf keine Diskussionen ein.

Viel lieber kommt er noch einmal auf den neuen Tanzboden zurück, der zum Sommernachtsball aufgebaut wird. „Den hat die Stadt auf viele Bitten hin angeschafft“, weiß auch Tourismus-Chef Rüdiger Eckart. „Er ist professionell“, ergänzt Fromm. Er sei nicht nur für den Ball bestimmt, sondern könne auch für andere Veranstaltungen aufgebaut werden. Der alte, so weiß auch Heiko Lendeckel, ging jedes Mal ein bisschen auseinander, wenn die Paare sich darauf drängten. Dass eine Dame mit ihrem Absatz hängenbleibt und gar stürzt – das Risiko war zu groß geworden.

Die Besucherzahl bleibt auf 500 Gäste beschränkt. „Jeder Gast soll nämlich einen Sitzplatz bekommen“, erklärt Fromm. „Eine Abendkasse können wir deswegen auch nicht garantieren.“ Wenn die Karten weg sind, dann sind sie weg. Eine Regenvariante ist auch nicht eingeplant. „Es regnet nicht“, sind die drei überzeugt. Sollte aber das Wetter wirklich richtig mies werden, dann wird der Ticketpreis zurückerstattet. Ohne Wenn und Aber. „Aber wir entscheiden, ob wir absagen oder nicht“, sagt Fromm. „Nur wenn wir als Veranstalter die Entscheidung treffen, gibt es das Geld zurück. Es wird auch eine VIP-Loge angeboten, dann ist ein Drei-Gänge-Menü inklusive. Hierfür kostet das Ticket 49 Euro, das normale Ticket kostet im Vorverkauf 12 Euro, an der Abendkasse – wenn es sie gibt – 17 Euro. „Also“, lächeln die drei Herren, „Karten kaufen, schick machen und eine rauschende Ballnacht feiern.“ Los geht es um 18 Uhr.

Die Karten gibt es im Vorverkauf im Vitalpark, in der Tourist-Information/ Bürgerbüro, ab kommende Woche im Pressehaus der TA/TLZ und unter

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