112 festliche Päckchen gehen von Greußen auf die Reise zu Kindern in Osteuropa

Greußen.  In Greußen wird die Aktion „Weihnachten im Schuhkarton“ schon seit mehr als zwei Jahrzehnten unterstützt.

Am Montag wurden die in diesem Jahr gesammelten Weihnachtspäckchen abgeholt. Gabriele Rink half beim Verladen.

Am Montag wurden die in diesem Jahr gesammelten Weihnachtspäckchen abgeholt. Gabriele Rink half beim Verladen.

Foto: Gerhard Rink

„Ich habe mein erstes Päckchen im Jahre 2000 gepackt“, erzählt Gabriele Rink. Seit dieser Zeit unterstützt die Greußenerin „Weihnachten im Schuhkarton“, eine weltweite Geschenkaktion für Kinder in Not. Auch kann sie sich noch genau erinnern, was sie diesem ersten Weihnachtspaket beigefügt hat, „es war ein Koala-Plüschtier mit Baby, das sich in einem kleinen Säckchen befand. Dazu noch ein paar Süßigkeiten“.

Aufmerksam wurde Gabriele Rink auf die Aktion eher zufällig durch Plakate, die in Greußen aushingen. Nach einem Gespräch mit Gudrun Hanke, die sich schon damals um das Sammeln der Weihnachtspakete kümmerte, wollte auch sie sich engagieren.

Mit 38 Sendungen geht esbei Gabriele Rink anfangs los

Gleich im Folgejahr beteiligte sich Rink an der Koordination der Hilfsaktion in Greußen. „Damals waren es 38 Päckchen“, erzählt sie. Im Laufe der Zeit habe sich die Anzahl stetig erhöht. In den vergangenen Jahren seien es beständig über 100 gewesen. So auch in diesem Jahr. Am Montag wurden 112 Weihnachtspäckchen, aus ihrem Geschäft wo sie bis zum Abtransport gelagert werden, abgeholt, die dann auf die Reise in osteuropäische Länder gehen. Dazu 400 Euro an Spendengeldern zur Finanzierung des Transportes.

Rink ist sich sicher, dass die Weihnachtspäckchen auch dort ankommen, wo sie so dringend benötigt werden. So bekämen die Sammelstellen jedes Jahr eine DVD mit einem Abschlussbericht und Videos, die zeigen, wie die Pakete an ihren Zielorten verteilt werden. Auch sei ihr schon angeboten worden, einen Transport zu begleiten und sich selbst davon zu überzeugen.

„Man kann nicht die Welt retten, sich aber für etwas entscheiden, um zu helfen. Und Kinder sind mir da sehr wichtig“, beschreibt Gabriele Rink, warum sie sich für diese Aktion stark macht. Auch ginge es darum, Kindern eine Freude zu machen, „sie sind immer die Benachteiligten, egal um was es geht auf der Welt“. Jenen, die ihr sagen, dass es auch hierzulande bedürftige Kinder gibt, empfiehlt sie, eine der zahlreichen anderen Aktionen, wie zum Beispiel den „Wunschweihnachtsbaum“ zu unterstützen.

Sowohl bei Gabriele Rink, als auch bei Gudrun Hanke werden die Pakete abgegeben, gesammelt und an einem bestimmten Tag abgeholt. Mittlerweile ist es sogar möglich, leere, schon weihnachtlich gestaltete Schuhkartons im Vorfeld der Aktion bei ihnen zu holen und diese dann gefüllt wieder abzugeben.

Diese Kartons seien tragen außer dem Logo der Aktion auch eine Kennzeichnung , ob das Päckchen für ein Mädchen oder Jungen bestimmt ist, auch ist es mit einer von drei möglichen Altersgruppen versehen, erklärt Gabriele Rink. Anbei würde auch immer ein Informations-Faltblatt ausgegeben, auf dem beschrieben ist, über was sich die Empfänger freuen und was dringend benötigt wird. Neben Süßigkeiten seien das vor allem Schreib- und Mal-Utensilien für die Schule, Kleidung, wie Mützen, Schals, Handschuhe, Strümpfe oder auch Hygieneartikel. Die Beigabe von Kriegsspielzeug sowie getragenen Sachen sei hingegen nicht erlaubt, betonte Rink.

Von der Tatsache, dass trotz der Schwierigkeiten in diesem Jahr infolge Corona so viele Pakete in ihrem Geschäft abgegeben wurden, ist sie sehr angetan. „Das ist einfach nur schön“, freut sich die Greußenerin. Sie und Gudrun Hanke bedanken sich ganz herzlich bei allen, die ein Päckchen gefüllt haben sowie bei den von ihr liebevoll als „Paten“ bezeichnete, die mit einer Geldspende den Transport der Weihnachtspäckchen unterstützen. Für die beiden Greußenerinnen ist es eine Herzensangelegenheit, die Aktion zu unterstützen. „Klar, mache ich das auch im kommenden Jahr wieder“, sagt Gabriele Rink.