Ärgerliche Niederlage gegen Zweiten

Bad Frankenhausen  Aufsteiger Bad Frankenhausen verliert gegen Eisenberg 2:3. Fallrückzieher zum Ausgleich wird nicht gegeben. Siebenhüner wieder mit dabei

Bad Frankenhausen (in Rot) musste sich gegen Eintracht Eisenberg 2:3 geschlagen geben.

Bad Frankenhausen (in Rot) musste sich gegen Eintracht Eisenberg 2:3 geschlagen geben.

Foto: J. Ritter

Das hätte nicht sein müssen. Schade drum. Der Verbandsligist SV Blau-Weiß Bad Frankenhausen zeigte gegen den haushohen Favorit vom SV Eintracht Eisenberg eine couragierte, freche und über weite Strecken ebenbürtige Leistung. Dennoch ging die Truppe von Tim Hochfeld als Verlierer vom Platz, was angesichts der Tatsache, dass es hätten gut und gerne zwei Tore mehr auf dem Konto der Gastgeber sein können. Doch so steht der Aufsteiger mit leeren Händen und keinen Punkten da. Zumindest die Erkenntnis, dass man auch mit den Großen der Liga durchaus mithalten kann und sich nicht verstecken braucht, ist da.

Den Anfang der Partie machten eindeutig die Hausherren. Sie kontrollierten das Spiel und so dauerte es nur sechs Minuten, bis das 1:0 fiel. Der aus dem Urlaub zurückgekehrte Norman Both bewies seine Vorbereiterqualitäten und bediente Tino Auerbach mustergültig, der sich energisch durchsetzte und überlegt einschob. Doch der Treffer sorgte bei den Gästen für eine Art Aufwachen. Eisenberg wurde nun stärker, ohne aber zu brillieren. Eine Unachtsamkeit führte zum Ausgleich und auch beim 1:2 noch in der ersten Halbzeit stimmte die Zuordnung in der Frankenhäuser Abwehr nicht. „Das waren fast zwei Geschenke. Wir schlafen an dieser Stelle. Das müssen wir uns ankreiden lassen. Ansonsten war das ein gutes Spiel von uns“, fasste Interims-Coach Tim Hochfeld zusammen. Das 2:2 durch Norman Both reichte nicht, denn direkt beim Wiederanstoß gingen die Gäste durch die Innenverteidigung, wie ein warmes Messer durch Butter. Doch das wäre alles nicht so wild gewesen. Denn fünf Minuten vor Schluss schoss Christoph Kell eigentlich das Tor des Monats. Eigentlich. Sein sehenswerter Fallrückzieher schlug unhaltbar im Kasten ein, doch Schiedsrichter Sebastian Graf wollte gefährliches Spiel inklusive Foul gesehen haben. So gab er den Treffer nicht. Schon im ersten Durchgang mussten die Hausherren eine ähnliche Entscheidung hinnehmen. Denn ein Schuss von Peet Schmidt ging auf das leere Tor. Ein Abwehrspieler der Eisenberger sprintete hinterher und kratzte den Ball von der Linie. Viele sahen den Ball hinter der Linie, doch das vermeintliche Tor wurde nicht gegeben. Auch das ein Fall für den Video-Schiedsrichter in Köln.

Für viel Applaus sorgte in der 72. eine Einwechslung. Der in der vergangenen Saison beim Spiel gegen Erfurt Nord schwer verletzte Erik Siebenhüner wurde eingewechselt. 147 Tage bzw. 21 Wochen nach seinem Schienbeinbruch steht er nun wieder auf dem Rasen. Aber auch er konnte die Niederlage dann nicht vermeiden. Ebenso erfreulich, dass mit Tobias Pusch ein Nachwuchsspieler das erste Mal Thüringenliga-Luft schnupperte und seinen Job sehr gut machte.

Eisenberg reichte eine durchschnittliche Leistung, um hier die drei Punkte zu entführen. Ärgerlich. Der Aufsteiger rutscht auf den 13. Rang und wird versuchen kommenden Samstag in Weimar zu punkten.

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