Alte Maschinen sollen sich in Keula nicht kaputt stehen

Keula  MZ-Stammtisch und Simson-Freunde aus Keula laden am 24. August zu ihrem 10. markenoffenen Oldtimertreffen ein.

Einige Mitglieder der Gemeinschaft ließen ihre Fahrzeuge schon einmal auf dem Keulaer Sportplatz in der Sonne blinken. Am Samstag, dem 24. August, wollen der MZ-Stammtisch und Simson-Klan hier ihr 10. Oldtimertreffen ausrichten.

Einige Mitglieder der Gemeinschaft ließen ihre Fahrzeuge schon einmal auf dem Keulaer Sportplatz in der Sonne blinken. Am Samstag, dem 24. August, wollen der MZ-Stammtisch und Simson-Klan hier ihr 10. Oldtimertreffen ausrichten.

Foto: Dirk Bernkopf

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Zweiräder aus DDR-Produktion der Marken MZ und Simson sind nicht nur hierzulande immer noch feste Bestandteile des täglichen Straßenverkehrs. Wer in Keula oder Umgebung Rat sucht, Ersatzteile benötigt oder einfach Hilfe bei der Einstellung der Zündung benötigt, der ist bei den Freunden vom MZ-Stammtisch und Simson-Klan Nordthüringen an der richtigen Adresse. Die Mitglieder der Interessengemeinschaft laden am Samstag, dem 24. August, bereits zum zehnten Mal zu einem markenoffenen Oldtimertreffen nach Keula ein. Angesprochen sind ausdrücklich alle Freunde und Besitzer von Oldtimern – egal ob Zwei- oder Vierräder, auch Traktoren oder Lastwagen sind gern gesehen.

„Eigentlich können wir dieses Jahr zwei Jubiläen feiern“, sagt Frank Weber, Gründer der losen Gemeinschaft von MZ- und Simson-Freunden. „Wir richten unser zehntes Oldtimertreffen aus, und am 17. Oktober besteht unser Stammtisch zehn Jahre.“

Der Stammtisch wird allerdings nicht in einer Kneipe abgehalten, man trifft sich vielmehr einmal im Monat samstags in der Werkstatt zum Erfahrungsaustausch und zum Schrauben an den Maschinen. Stefan und Annemarie Reiß, Sven Eickemeier, Olaf Günther, Ronald Gerlach, Frank Weber, Andy Albrecht, Kay und Lisa Sauerbier sowie Gerhard Hagelstange gehören dem festen Kern des Stammtisches an. Fast jeden Sonntag trifft man sich in der Saison zu gemeinsamen Ausfahrten, wobei auch andere Oldtimertreffen im Umkreis von 50 Kilometern besucht werden.

Nur das Motorrad von Frank Weber kennt keine Winterpause. „Die Maschinen müssen tagtäglich laufen, sonst stehen sie sich kaputt“, findet Weber. Für seine MZ TS 250-1 habe er sogar Schneeketten. Überhaupt sei das Motorrad eine Hommage an die MZ-Serie – die Sitzbank von der 251er ETZ, der Lenker und das kleine 16er-Vorderrad von der ES 250 Armeeausführung, der Auspuff von der 250er ETZ.

Bei Alltagsproblemen mit den Zweirädern sind die Schrauber auch gern in der Nachbarschaft behilflich. „Wer in der Umgebung ein MZ-Motorrad oder ein Simson-Moped hat, der war schon bei uns“, behauptet Frank Weber. Vereinzelt kamen auch schon Fahrer von der Küste oder aus Passau nach Keula.

Bei aller Liebe zu den Oldtimern zeigen die Keulaer auch ein großes Herz für soziale Projekte. So habe man in der Vergangenheit beispielsweise Fahrzeuge für einen guten Zweck versteigert. Davon profitierten das Kinderheim in Ebeleben (2200 Euro) oder das Kinderhospiz in Tambach-Dietharz (1800 Euro). Selbst ein achter Platz bei den High­land-Games in Sollstedt bescherte 100 Euro für den ambulanten Hospizdienst Mühlhausen - Eichsfeld. Nicht zu vergessen: Stefan Reiß, alias Manni, springt jedes Jahr als Weihnachtsmann bei den Weihnachtsfeiern im Dorf ein.

Das Oldtimertreffen beginnt am 24. August um 8 Uhr mit einem Frühstück aller Teilnehmer. Fahrzeugbesitzer können schon am Freitag anreisen und auf dem Sportplatz campen. „Wir erwarten bis zu 200 Teilnehmer“, schätzt Weber. Gegen 15.30 Uhr sind Ausfahrten für die Motorräder und Mopeds geplant.

Unterstützung bekommen die Oldtimerfreunde bei der Organisation des Treffens vom Heimatverein des Ortes, der Sportverein stellt den Platz zur Verfügung, und auch Ortsteilbürgermeisterin Ilona Ulrich stehe voll hinter den Fahrzeugfreaks.

„Das Treffen wird einen Dorffestcharakter haben“, erklärt Annemarie Reiß. Es gibt ­verschiedene Angebote für Kinder, einen Geschicklichkeitsparcours für Zweiradfahrer, ein Landwirt führt seine Technik vor, dazu gibt es natürlich Musik und eine gute Versorgung aller Teilnehmer und Gäste.

Besucher zahlen dieses Jahr übrigens keinen Eintritt. „Wir wollen stattdessen eine Spendenbox aufstellen und erneut für eine Unterstützung des Hospizdienstes Mühlhausen-Eichsfeld werben“, sagt Frank Weber.

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