Arterner Kyffhäuser Wohnungsbaugenossenschaft trägt weiter Schulden ab

Artern  Arterner Kyffhäuser Wohnungsbaugenossenschaft wählt den Aufsichtsrat neu und zieht über das abgelaufene Jahr Bilanz.

In Heldrungen sind die Wohnungen sehr gefragt. Hier hat die AWG kaum Leerstand zu verzeichnen. 2006 übernahm die AWG die 54 Wohneinheiten.

In Heldrungen sind die Wohnungen sehr gefragt. Hier hat die AWG kaum Leerstand zu verzeichnen. 2006 übernahm die AWG die 54 Wohneinheiten.

Foto: Wilhelm Slodczyk

Die Generalversammlung der Arterner Kyffhäuser Wohnungsbaugenossenschaft (AWG) hat den Aufsichtsrat neu gewählt: Im Gremium sitzen Christine Schulze (Vorsitz), Sylvia Buerke, Frank Gödicke sowie Kirsten Ziegler. Die Wahlen des Aufsichtsrates finden alle drei Jahre statt.

Wie AWG-Vorstand Stefan Albe weiter mitteilte, wurde nach 24-jähriger ehrenamtlicher Tätigkeit Vorstandsmitglied Veronika Gonnermann aus dem Gremium der Genossenschaft verabschiedet.

Zuvor hatte Albe Bilanz über das zurückliegende Geschäftsjahr gezogen. „Das Jahresergebnis ist erfreulich“, konnte der Vorstand auf der Generalversammlung den Gesellschaftern verkünden. Der Jahresüberschuss habe über dem des Vorjahres gelegen und überwiegend aus dem Vermietungsgeschäft erwirtschaftet werden können, dazu 6300 Euro über Zinsen aus Geldanlagen. Knapp 1100 Wohnungen hat die AWG in Artern, Bad Frankenhausen, Heldrungen und Voigtstedt. Die Mieter sind Gesellschafter, haben Genossenschaftsanteile.

Auch im abgelaufenen Jahr hat die AWG weiter Schulden abgebaut. Diese betragen aktuell 6,4 Millionen Euro (2018: 7,4 Millionen). Um den Schuldenberg schneller abzutragen, wurden wie schon in den Vorjahren Sondertilgungen geleistet, teilte Albe mit. Die Verbindlichkeiten resultieren vor allem aus den umfangreichen Modernisierungen nach der Wende.

„Was uns allerdings drückt, ist der Wohnungsleerstand“, musste Albe wie schon in den Vorjahren einräumen. Dieser lag Ende 2018 bei knapp 15 Prozent, was in Zahlen ausgedrückt bedeutet: 162 Wohnungen standen leer. Bis 2018 hat die AWG insgesamt 266 Wohnungen abgerissen, zuletzt 30 im vorigen Jahr. Weitere sollen 2021/22 am Schackenfeld 13-15 in Bad Frankenhausen folgen. 14 der 44 Wohnungen dort sind derzeit aber noch bewohnt. Um die Mieter im Bestand zu halten, werden ihnen andere Wohnungen angeboten, was oft ein langwieriger Prozess sei, so Albe. Denn trotz hohen Leerstandes sind die Wünsche der Bewohner nicht so schnell erfüllbar.

Für die Instandhaltung hat die AWG 2018 laut Albe an allen Wohnstandorten 664.000 Euro ausgegeben und liege damit etwa im Schnitt der Vorjahre. Der Großteil der Aufwendungen betreffe die Herrichtung der Wohnungen für die Neuvermietung sowie Malerarbeiten in sechs Hauseingängen. Zudem wurden in Bad Frankenhausen an vier Wohnstandorten 147.000 Euro für die Trockenlegung der Kellergeschosse und die Erneuerung der Zuwegungen zu den Häusern ausgegeben.

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