Bei Immenrode holpert‘s länger als auf der Buckelpiste bei Badra

Kyffhäuserkreis  Landesamt kündigt Straßenbau zwischen Badra und Kelbra sowie Göllingen und Günserode an. Frust in Immenrode.

Die L 1040 zwischen Badra und Kelbra muss dringend saniert werden.  Das  Straßenbauamt  Nordthüringen hat die  Kompletterneuerung 2020 im Plan.

Die L 1040 zwischen Badra und Kelbra muss dringend saniert werden.  Das  Straßenbauamt  Nordthüringen hat die  Kompletterneuerung 2020 im Plan.

Foto: Timo Götz

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Nur unter heftigem Rumpeln gelangen Autofahrer von Badra auf der Landesstraße bis zur Grenze des Freistaats kurz vor Kelbra. Schlimm holpert es auch über die Ortsverbindung zwischen Immenrode und Straußberg mitten im Kyffhäuserkreis. Ebenso am Südrand zwischen Göllingen und Günserode. Bei Badra hat das Holpern bald ein Ende. Schon im kommenden Jahr soll der letzte Abschnitt der L 1040 bis zur Landersgrenze zu Sachsen-Anhalt grundhaft erneuert werden. Das war gestern von Franz Rohmund, dem Leiter vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr für die Region Nordthüringen zu erfahren. „Die Baumaßnahme ist in Vorbereitung.“

Weiterhin nur geflickt wird hingegen die Landesstraße 2083 zwischen Immenrode und Straußberg. Ein Umstand, über den sich Anwohner schon länger ärgern. Als Crossstrecke bezeichneten Immenröder die Straße im Gespräch mit TA. Sie sei nur noch in der Mitte befahrbar, überall gebe es Löcher und die Dellen und Buckel würden immer größer. Die Flickschusterei im Herbst ändere nichts. Die Straße müsse grundhaft saniert werden. Dass allerdings habe das Straßenbauamt Nordthüringen mittelfristig nicht vor, stellt Behördenleiter Rohmund auf Nachfrage gestern klar. Mittelfristig bedeutet, dass in den kommenden fünf Jahre die Straße bleibt, wie sie ist, abgesehen von ein paar neuen Flicken dann und wann. „Repariert werden natürlich alle Straßen regelmäßig und je nach Bedarf“, erläutert Rohmund weiter.

Das wird den Immenrödern nicht reichen. Besonders ärgerlich findet man in Immenrode, dass die Straße bei Bauarbeiten auf der B4 wie in diesem Sommer als Umleitungsstrecke nach Sondershausen genutzt und durch die Beanspruchung immer mehr zerfahren werde.

Tatsächlich sei der Abschnitt während der Bauarbeiten an der Bundesstraße 4 in den zurückliegenden Monaten stärker beansprucht worden, als normal, räumt Rohmund ein. Allerdings gebe es deswegen auch die Chance, Schäden auf Kosten des Bundes ausbessern zu lassen. Das werde dann auch so gut es geht ausgeschöpft, um die betroffenen Straßen wieder in einen verhältnismäßig guten Zustand zu versetzen, versichert der Chef vom Straßenbauamt Nordthüringen. Ob und wie weit dies bereits bei der Reparatur der L 2083 bei Immenrode zum Tragen gekommen sei, konnte er gestern nicht sagen. Vorerst werde die Strecke aber auch nur noch bei größeren Unfällen auf der B 4 als Umleitung gebraucht, die Sanierung der Bundesstraße im betreffenden Bereich sei abgeschlossen.

Auf Kosten des Freistaats erneuert werde demnächst neben der Straße zwischen Badra und Kelbra auch die L 2293 von Göllingen über Seega, kündigt Rohmund an. Diese Abschnitte seien in einem teils noch schlimmeren Zustand als die Ortsverbindung von Immenrode nach Straußberg. Darüber hinaus hätten die Strecken größere Bedeutung für den überörtlichen und regionalen Verkehr, erklärt der Straßenbauamtsleiter. „Viele Straßen benötigen eine Sanierung, wir müssen Prioritäten setzen, weil die Mittel nicht reichen, alle sofort zu erneuern.“

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