Der Dauerbrenner: Das Obertopfstedter Dreschfest

Obertopfstedt  In Obertopfstedt zeigt der Heimatverein wie man mit alter Landtechnik, Erntevorführungen und einem Bauernmarkt jedes Jahr hunderte Besucher anzieht.

Erst einmal stärken, bevor das Dreschen mit der alten Maschine los gehen kann. Zeit zum Aufwärmen brauchte dieses Jahr auch die Maschine. 

Erst einmal stärken, bevor das Dreschen mit der alten Maschine los gehen kann. Zeit zum Aufwärmen brauchte dieses Jahr auch die Maschine. 

Foto: Andrea Hellmann

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Alte Landtechnik steht beim Heimat-, Ernte - und Dreschfest in Obertopfstedt immer im Mittelpunkt – so auch in diesem Jahr. Die historische Dreschmaschine benötigte besondere Aufmerksamkeit. Es hakte nämlich ein wenig. Kein Wunder, die Maschine kommt nur noch einmal im Jahr für ein Wochenende zum Einsatz, um den Besuchern zu zeigen, wie früher auf den Feldern gearbeitet wurde. Das bekamen diese dann auch noch zu sehen.

Ansonsten lief alles reibungslos auf und neben dem Festplatz in Obertopfstedt. Schon am Freitagabend war das Zelt zur Eröffnung des 24. Heimatfestes rappelvoll, berichtete Manuel Hesse, Chef des Heimatvereins Obertopfstedt und Cheforganisator des Festes. Am Samstagmorgen bot sich ein ähnliches Bild im Ort: Schlangen an der Kasse, bei der Traktoranmeldung und auf dem Bauernmarkt.

„Die Zahl der Besucher nimmt jedes Jahr zu“, sagte Hesse. Dafür biete man auch jedes Jahr etwas Neues neben dem Altbewährtem. In diesem Jahr gab es beispielsweise eine kleinen Bahnhof. Dort sammelte die rot-weiße Tschu-Tschu-Bahn der Regional-Bus GmbH Fahrgäste ein, um ihnen die vielen geschmückten Häuser im Dorf zu zeigen und einen Abstecher zum Strohtraktor zu machen. Mit Wimpelketten, Strohfiguren und Erntedankgaben bereiten die Einwohner ihren Gäste einen bunten Empfang.

Die Hubschrauberflüge, die Landmaschinenausstellung und die große Ausfahrt seien weitere Anziehungspunkte für die Gäste neben den Dresch- und Erntevorführungen, ist Manuel Hesse überzeugt. Letztere musste zumindest am Samstag gestrichen werden. Der Regen am Freitagabend war schuld.

Wie aus dem Stroh noch etwas Nützliches werden kann, führten dafür mit viel Geschick den ganzen Tag über die Mitglieder der Interessengemeinschaft aus Bücheloh bei Ilmenau vor. Sie banden Strohseile und Strohherzen für die Besucher. Eine Arbeit, die früher die Mägde und Knechte machten.

Im nächsten Jahr, wenn das Heimat-, Ernte- und Dreschfest sein 25-jähriges Jubiläum feiert, hat der Heimatverein schon Pläne. Ein großer Festumzug könnte es werden wie zum 20-Jährigen, deutet der Vereinsvorsitzende Manuel Hesse schon einmal an. Auf 80 bis 100 Helfer baut der Verein dann wieder. Viele kommen extra zum Fest nach Obertopfstedt, um mit anzupacken, freut sich Hesse. Auch das Alter spielt da kaum eine Rolle – vom 5-jährigen Clemens bis zur über 80-Jährigen Charlotte in der Küche – könne man sich auf alle verlassen.

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