Dickes Lob für eine Firma in Sondershausen

Sondershausen  Die Industrie- und Handelskammer (IHK) würdigt bei Wago in Sondershausen ehrenamtliche Prüfer.

Björn Zimmermann, ehrenamtlicher Prüfer, und Wago-Ausbildungsleiter Marcel Matzsch­ke (links) bringen mit Steffi Dirumdam die IHK-Ehrenplakette an.

Björn Zimmermann, ehrenamtlicher Prüfer, und Wago-Ausbildungsleiter Marcel Matzsch­ke (links) bringen mit Steffi Dirumdam die IHK-Ehrenplakette an.

Foto: Timo Götz

Praktische Abschlussprüfungen für manche Berufe dauern nicht selten länger als ein normaler Arbeitstag – jedenfalls für die Prüfer. „Die letzten Bewertungen für die Leistungen der Auszubildenden geben wir oft erst nach zehn, zwölf Stunden ab“, berichtet Björn Lehmann von seiner Arbeit als Prüfer für die Industrie- und Handelskammer (IHK).

Die erledigt der Ausbilder für Mechatroniker bei Wago in Sondershausen im Ehrenamt. Ebenso wie drei weitere Kollegen im Sondershäuser Elektrotechnik-Unternehmen und insgesamt mehr als 1800 Prüfer bei der IHK thüringenweit. Drei oder vier andere Wago-Mitarbeiter mit Ausbildereignung arbeiten nach Bedarf in Prüfungsausschüssen für unterschiedliche Berufe mit.

„Solch herausragendes Engagement über die tägliche Arbeit hinaus wollen wir nun auch einmal angemessen würdigen“, erklärt Steffi Dirumdam vom regionalen Service-Center der IHK in Nordthüringen. Damit für möglichst viele Besucher in den Betrieben, die ehrenamtliche Prüfer beschäftigen und natürlich die anderen Kollegen auch sichtbar werde, dass hier Ehrenamtler eine sehr bedeutsame Aufgabe für die Zukunft der Wirtschaft erfüllen, habe die IHK eine Plakette mit dem Motto „Stark dank Ehrenamt“ entworfen. Eine dieser Auszeichnungen hängt seit gestern an der Tür zum Ausbildungszentrum bei Wago in Sondershausen.

„Hier werden optimale Ausbildungsbedingungen mit einem besonderen Engagement für die Fachkräfteentwicklung über die eigenen Unternehmensgrenzen hinaus verknüpft“, lobt Steffi Dirumdam das Unternehmen. Das sei in anderen Unternehmen, ausgenommen andere Vorreiter wie Isoplus in Sondershausen, noch nicht so zu erleben, schätzt die IHK-Mitarbeiterin ein.

„Schon allein damit wir so nah wie möglich dran sind an dem, was sich im Bezug auf Prüfungsanforderungen oder Berufsbilder tut, haben wir großes Interesse daran, dass unsere Ausbilder in den Prüfungsausschüssen mitarbeiten“, erklärt Matzschke. Das helfe doch schließlich, die Auszubildenden im eigenen Unternehmen bestmöglich auf die Abschlusstests vorzubereiten. In den Ausschüssen, ergänzt Zimmermann, tausche man sich regelmäßig auch mit den Lehrern aus den Berufsschulen aus. Das sei wichtig, um praktische und theoretische Ausbildung schon während der Lehrzeit optimal zu koordinieren, erklärt der Ausbilder.

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