Digitalfunk im Kyffhäuserkreis erst ab 2021 Standard

Kyffhäuserkreis  60 Feuerwehrfahrzeuge im Ostkreis werden bis Ende des Jahres umgerüstet. Der Westkreis folgt Ende 2020.

Die komplette Umstellung der Feuerwehren auf Digitalfunk dauert bis Ende 2020.

Die komplette Umstellung der Feuerwehren auf Digitalfunk dauert bis Ende 2020.

Foto: Oliver Berg/DPA

Ab 2021 werden alle Einsatzkräfte im Rettungswesen des Kyffhäuserkreises digital funken können. Nach der Umrüstung des Rettungsdienstes sollen in den kommenden Wochen die Fahrzeuge des Katastrophenschutzes folgen. Umgerüstet werden auch die ersten 60 Fahrzeuge der Feuerwehren im Ostkreis bis Bad Frankenhausen, erklärte Kreisbrandinspektor Jonas Weller auf Nachfrage.

Umgerüstet werden demnach die Stützpunktfeuerwehren Roßleben und Artern, aber auch alle Fahrzeuge der Ortsfeuerwehren. Berücksichtigt werden alle Einsatzfahrzeuge, die bis 2020/21 von den Kommunen nicht außer Dienst gestellt werden sollen.

Derzeit läuft die Vorbereitung für die Umrüstung. Dabei müsse geklärt werden, wie in den Fahrzeugen digitaler und analoger Funk nebeneinander nutzbar bleiben können. Bis die Feuerwehren im Kyffhäuserkreis komplett auf den neuen Standard umgerüstet sind, dauert es noch bis Ende 2020.

Um die Verständigung mit den Einsatzkräften im benachbarten Sachsen-Anhalt zu ermöglichen, die bereits seit längerem den Digitalfunk im Einsatz haben, werden die Wehren im Ostkreis als erste umgerüstet. Zur Verständigung mit den anderen Einsatzkräften sei man daher weiterhin auf den analogen Funk angewiesen.

Die Umrüstung soll vier Wochen vor Weihnachten erfolgen, so Weller. Die Arbeiten übernimmt eine Firma, die Termine für die Umrüstung werden den Landkreisen in Absprache mit dem Unternehmen vom Land zugeteilt.

Bis die letzten Fahrzeuge der freiwilligen Feuerwehren im Landkreis digital funken werden können, wird allerdings ein weiteres Jahr vergehen. Erst Ende 2020 wird es weitere Kapazitäten geben, so Weller. 90 Fahrzeuge der Feuerwehren von Bad Frankenhausen bis Helbedündorf müssen dann noch umgebaut werden.

Die Finanzierung der Umrüstung werde zu 100 Prozent vom Land Thüringen getragen. 70 Prozent der Summe werde gefördert. 30 Prozent der Kosten seien allerdings vorab den Kommunen aus dem Kommunalen Finanzgleich abgezogen worden. Einzig für Extrawünsche bei den Umbauarbeiten müssen gegebenenfalls die Kommunen selbst aufkommen. Die ersten Schulungen für den Digitalfunk haben die Feuerwehrleute in ­Artern und Roßleben bereits erhalten. Die restlichen folgen je nach Fortschritt der Umrüstung. Ab 2021 soll dann einheitlich digital gefunkt werden im Kyffhäuserkreis.

Deutlich eher wird wohl die neue Drohne im Einsatz sein können. Für rund 10.000 Euro wird der Landkreis diese für den Brand- und Katastrophenschutz anschaffen. Das Land fördert mit 50 Prozent, erklärt Brandinspektor Jonas Weller. Die­ ­Fördermaßnahme hatte das Land aufgelegt, um Wald- und Flächenbrände besser bekämpfen zu können. Deren Zahl war in den beiden Dürresommern gestiegen.

Genutzt werden soll die Drohne – die auch mit einer Wärmebildkamera ausgestattet ist – ebenso, um nach Personen suchen zu können in unübersichtlichen Gebäuden, bei Dach- oder Scheunenbränden, bei denen die Gefahr besteht, dass das Gebäude einstürzt.

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