Einblick in das Atelier eines Frankenhäuser Künstlers

Bad Frankenhausen  Fred Böhme öffnet erstmals die Türen seiner Werkstatt für die Öffentlichkeit und freut sich über den Zuspruch.

Erstmals öffnete der Frankenhäuser Künstler Fred Böhme anlässlich des Tages des offenen Ateliers die Türen zu seiner Werkstatt. Hier zeigte er Interessierten, wie er seine Werke herstellt und beantwortete eifrig Fragen.

Erstmals öffnete der Frankenhäuser Künstler Fred Böhme anlässlich des Tages des offenen Ateliers die Türen zu seiner Werkstatt. Hier zeigte er Interessierten, wie er seine Werke herstellt und beantwortete eifrig Fragen.

Foto: Patrick Weisheit

In ganz Thüringen öffnen Künstler traditionell an einem Wochenende im September ihre Ateliers und Werkstätten für Besucher. In diesem Jahr erstmals dabei war auch das Künstlerpaar Böhme aus Bad Frankenhausen, die ihre Werkstatt am Samstag und Sonntag für jeweils vier Stunden öffneten.

Fred Böhme, der hauptberuflich seit vielen Jahren im Panorama-Museum der Kurstadt beschäftigt ist, ist seit früher Kindheit künstlerisch tätig.

Liebe zur Federzeichnung hält bis heute

„Es ging los mit Zeichnungen und dann entdeckte ich auch sehr schnell meine Liebe zur Federzeichnung, die mich bis heute begleitet“, erzählt er. Der Kunst sei er immer zugetan gewesen, weswegen er auch Kunsterziehung studiert hat. Seit 1993 ist er auch Mitglied im Thüringer Künstlerverband. Dem Aufruf des Verbandes, sein Atelier zu öffnen, ist er in diesem Jahr erstmals gefolgt. „Ich habe schon in den Vorjahren darüber nachgedacht. Gescheitert ist es schließlich daran, dass ich in meinem Beruf regelmäßig Wochenenddienste habe. Ein weiterer Grund war, dass meine Werkstatt wirklich sehr klein ist“, erzählt Böhme. In diesem Jahr aber habe er am Aktions-Wochenende frei und mittlerweile ist auch der Hof an seinem Wohnhaus soweit fertiggestellt, dass er dort einige seiner Werke aushängen konnte. Am Ende des ersten Tages zog Fred Böhme zufrieden Bilanz. Er konnte am Samstag rund 20 interessierte Besucher in seiner Werkstatt begrüßen. „Ich fand es toll, dass der Zuspruch so ordentlich war. Eine alte Bekannte von mir kam sogar mit dem Fahrrad extra aus Roßleben, um mich hier zu besuchen“, schildert er.

Dabei wollten die Besucher vor allem wissen, wann er neben seinem Hauptberuf die Zeit für seine Kunstwerke findet und wie er seine Motive auswählt. Auffällig oft zeigen seine Bilder Schuhe. Hierzu sagte er einer Besucherin: „Einst war ich an einem Punkt, an dem ich mich fokussieren und meine Technik finden musste. Als Motiv fiel mir dann ein altes Paar Schuhe auf, dass ich an die 100 Mal gezeichnet habe“. Auch danach hat er immer wieder gern Schuhe abgebildet.

Gezeigt wurden Malereien, Grafiken und Fotografien seiner Frau Angela-Katrin. Die Besucher hatten auch die Möglichkeit, die Werke zu kaufen.

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