Familienfest eröffnet neue Spielzeit in Sondershausen

Sondershausen  Loh-Orchester lädt am 28. September erstmals zu einem Familienfest ins Haus der Kunst in Sondershausen ein. Das Orchestermanagement ist neu besetzt worden.

Kerstin Mischler (Orchestermanagerin/Orchesterbüro), Katrin Stöck (Dramaturgin für Konzert- und Musiktheater) und Anne-Sarah Schmitt (Orchestermanagerin/ Orchesterbüro, von links nach rechts) haben gemeinsam das Familienfest zur Eröffnung der

Kerstin Mischler (Orchestermanagerin/Orchesterbüro), Katrin Stöck (Dramaturgin für Konzert- und Musiktheater) und Anne-Sarah Schmitt (Orchestermanagerin/ Orchesterbüro, von links nach rechts) haben gemeinsam das Familienfest zur Eröffnung der

Foto: Dirk Bernkopf

Die neue Spielzeit des Loh-Orchesters wird erstmals mit einem eigenen Fest eröffnet. Im Jubiläumsjahr des Loh-Orchesters sollen die Feierlichkeiten nicht einfach enden. Und soll das 400 Jahre alte Loh-Orchester auch noch einmal im Mittelpunkt eines Festes für die ganze Familie stehen.

So neu wie das Familienfest im Programm des Loh-Orchesters ist auch ein Teil des Teams, in dessen Händen die Vorbereitung des Festes in den vergangenen Wochen lag.

Kerstin Mischler gehört bereits seit 2017 zum Orchestermanagement, seit August leitet sie das Orchesterbüro. Über ihren Schreibtisch und den von Anne-Sarah Schmitt läuft die gesamte Logistik des Loh-Orchesters. „Wenn es uns nicht gebe, wüssten die Musiker nicht, was sie wann und wo spielen sollen“, umschreibt Kerstin Mischler die Aufgaben der Orchestermanagerinnen. Welche Musiker spielen bei welcher Aufführung? Werden externe Musiker benötigt für ein Stück? Sind besondere Instrumente gefragt? Das sind Fragen, für die die beiden stets die passenden Antworten finden müssen.

Auch die Logistik für die verschiedenen Spielorte des Orchesters müssen sie im Blick haben. Vor Gastspielauftritten werden auch mal vorab die Säle besichtigt, um zu klären, welche Ton- und Lichttechnik benötigt wird, wo die Musiker sitzen werden und ihre Instrumente aufbauen können. Zur neuen Kammermusikreihe beispielsweise werden die Orchestermusiker, auch wenn in kleiner und besonderer Besetzung, an drei verschiedenen Orten spielen: in der Cruciskirche, im Schloss Heringen und im Kunsthaus Meyenburg in Nordhausen.

Im Jubiläumsjahr des Loh-Orchesters sei die Planung besonders aufwendig gewesen. Viele Auftritte, das große Interesse der Medien und besonders die vielen speziellen Gäste haben die zurückliegende Spielzeit zu einer ganz besonderen gemacht, erzählt Kerstin Mischler. Eine, die mit viel Arbeit verbunden war, die einen aber auch besonders stolz gemacht habe, mit einem solchen Orchester verbunden zu sein.

Personalplanung, Dienstpläne erstellen und ein bisschen Buchhaltung gehören ebenfalls zur Arbeit im Orchesterbüro.

Neu hinter der Bühne im Haus der Kunst in Sondershausen ist auch Katrin Stöck. Die Konzertdramaturgin ist die Nachfolgerin von Juliane Hirschmann, die nun als Chefdramaturgin am Theater in Nordhausen arbeitet. Als Verbindung zwischen Musikern, Dirigent und Orchesterbüro umschreibt Stöck ihre Aufgabe. In diesem Jahr werde sie erstmals das Programm der anstehenden Spielzeit umsetzen.

Im Herbst, wenn die Arbeiten für das neue Programm anstehen, werde sie auch ihre eigenen Ideen und Vorstellungen einbringen können. Welche Stücke, welche Solisten würden zu den Konzerten passen? Welche Jubiläen sollen berücksichtigt werden? Oder ganz einfach: Welche Stücke würden die Musiker gern mal spielen, erläutert die promovierte Musikwissenschaftlerin Katrin Stöck, die Ansätze zur Programmgestaltung.

Die Spielhefte gestaltet sie dann ebenfalls, gibt die Einführungen vor den Sinfoniekonzerten und begleitet die Kissenkonzert, die kleine Konzertreihe für Kinder. Das musikpädagogische Programm liegt ebenfalls in ihren Händen: Orchesterwerkstätten für Schulklassen oder die Kindereinführung vor den Sinfoniekonzerten des Loh-Orchesters im Haus der Kunst. Eng abgestimmt mit dem Orchester-Büro. Dort organisieren dann Kerstin Mischler und Anne-Sarah Schmitt, dass die Musiker auch Zeit haben, vor Schulklassen aufzutreten oder in Kindergärten im Landkreis ihre Instrumente vorzustellen.

In diesen Tagen aber arrangieren sie erst einmal das Haus der Kunst neu. Im Foyer werden Stühle und Tische gebraucht fürs Familienfest am kommenden Samstag, dem 28. September. An welcher Stelle sollen diese stehen, wo ist Platz für die Foto-Ecke?

Zu den Kommentaren