Fantastische Wesen am Kyffhäuser mit feuerspeienden Drachen als Stargast

Kyffhäuser  Mittelalterspektakel mit Drachen- und Feuershow auf dem Kyffhäuser. 50 Händler und historische Gestalten sorgen für viele Besucher.

Der Drache auf dem Kyffhäuserburgberg konnte nicht nur Zähne zeigen, auch mit Feuerspeien hinterließ er nachhaltig Eindruck beim Räuberhauptmann wie Publikum. Claraphyll, die Frühlingselfe, hatte andere Tricks in petto. 

Der Drache auf dem Kyffhäuserburgberg konnte nicht nur Zähne zeigen, auch mit Feuerspeien hinterließ er nachhaltig Eindruck beim Räuberhauptmann wie Publikum. Claraphyll, die Frühlingselfe, hatte andere Tricks in petto. 

Foto: Andrea Hellmann

Knappe Theo kämpft auf der Treppe zum Denkmal ganz allein mit seinem Schwert. Auf dem Vorplatz schläft der Drache noch. Dreimal am Tag aber wird er geweckt, für eine märchenhafte Show auf dem Kyffhäuser.

Von der mittelalterlichen Reichsburg Kyffhausen stehen nur noch Ruinen und ob Kaiser Barbarossa hier weilte, ist bloß Vermutung. Einmal im Jahr aber lässt die Kur GmbH, die das Denkmal für den Kyffhäuserkreis betreibt, das Mittelalter wieder auferstehen. Dann laufen unter dem Blick von Kaiser-Wilhelm Ritter übers Denkmal, spazieren Burgfräulein trepp­hoch treppab, heizt der Schmied das Feuer an, wird geschnitzt, aus Tonbechern und Hörnern getrunken. Sogar eine Hof-Druckerei wird aufgebaut.

Die Agentur „Sündenfrei“ aus Torgau zeichnet für das Mittelalterspektakel verantwortlich. Und hat in diesem Jahr neben Gauklern und Musikanten, Elfen und Faun auch gleich noch einen Drachen aufs Plateau einfliegen lassen. Gewaltige zwölf Meter lang, vier Meter hoch mit einem Maul so groß, dass ein Schulkind hinein passen würde, wird er angekündigt. Noch viel gefährlicher als seine riesigen Zähne oder sein massiger, mit Schuppen besetzter Körper aber ist sein feuriger Atem. Das bekommen in den Aufführungen die Räuber zu spüren. Der feuerspeiende Drache beeindruckt so das Publikum.

Überhaupt scheint das Gefallen gefunden zu haben, am Mittelalterspektakel auf dem Kyffhäuser. Samstag wie Sonntag sind die Parkplätze schon gegen Mittag ausgelastet, so dass der Ausweichparkplatz am Fernsehturm ausgewiesen wird. An der Kasse bilden sich schnell lange Schlangen.

Langeweile kommt so schnell aber auch nicht auf hier oben. Für große, besonders aber für kleine Besucher gibt es viel zu entdecken. Kinder können sich beim Steinmetz ausprobieren. Pfeil und Bogen testen, über den neuen Ritterburgen-Spielplatz toben. Eine Falknerei zeigt die Jagd mit den Greifvögeln. Lautenhans singt und albert mit seinem Publikum.

Und ein Baumeister namens Sven hat zusätzlich einen Wasserspielplatz aufgebaut, in dem ein hölzernes Wasserrinnensystem immer nassen Nachschub benötigt, Wasser gepumpt und getragen werden darf. Am Sonntag war das ein besonderes Vergnügen.

Am Samstagabend war zudem ein feuriges Finale vorgesehen – mit Drachen, Feuershow und zahlreichen Effekten.

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