Genuss-Messe für faires Sondershausen

Sondershausen.  Veranstaltung soll Sondershäuser und Unternehmer der Stadt für Fair-Trade-Town Sondershausen gewinnen

Der Sondershäuser Verein Eine Faire Welt unterstützt die Bewerbung der Stat als Fair-Trade-Town.  Vereinsvorsitzende Annette Rudolph zeigt fair gehandelten Produkte mit Sondershausen-Logo.

Der Sondershäuser Verein Eine Faire Welt unterstützt die Bewerbung der Stat als Fair-Trade-Town. Vereinsvorsitzende Annette Rudolph zeigt fair gehandelten Produkte mit Sondershausen-Logo.

Foto: Christoph Vogel

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Bei einer genussvollen Messe soll Mitte März für Sondershausen als Stadt der fairen Handels geworben. Das beschlossen Mitglieder der Gruppe, die daran arbeitet, der Musikstadt den Titel Fair-Trade-Town zu verschaffen, am Dienstag. Mit vielen Kostproben wollen sie möglichst viele Sondershäuser und vor allem Händler und Gastronomen in der Stadt von fair gehandelten Produkten überzeugen. Noch nicht fest steht, ob die Veranstaltung im Carl-Schroeder-Saal oder im Bürgerzentrum Cruciskirche in Sondershausen stattfindet.

Erstmals könnte bei der Informationsveranstaltung ein spezieller Kaffee ausgeschenkt werden, der von der Goethe-Schokoladenmanufaktur in Oldisleben unter der Marke Sondershausen-Kaffee verpackt und möglichst auch vertrieben werden soll. Das Unternehmen unterhalte bereits Lieferbeziehungen zu einer Kaffeeanbau-Genossenschaft in Ecuador, die fast ausschließlich Frauen zu gerechten Konditionen beschäftigt, erklärte Judith Blinzler vom Verein Eine faire Welt in der Planungsrunde. Bei einem Betriebsbesuch in Oldisleben sei bereits vereinbart worden, dass die Schokoladenmanufaktur mit ihren Verbindungen die Fair-Trade-Bewerbung Sondershausens unterstützen wolle. Über eine nachhaltig produzierte Sondershausen-Schokolade sei ebenfalls bereits gesprochen worden. Beim Kaffee allerdings sei man schon so weit, dass eigentlich nur noch eine passende Verpackung für die Sondershausen-Sorte aus Ecuador entworfen werden müsse, so Judith Blinzler.

Bei einer Tasse Kaffee, fair gehandeltem Gebäck oder anderen Leckereien sollen sich Unternehmer während der kleinen Fair-Trade-Messe auch informieren können, welche Erfahrungen andere Einzelhändler und Cafébetreiber bereits mit dem Verkauf von Fair-Trade-Produkten gesammelt haben. Mit Matthias Bergmann habe der Mitinhaber einer Familienbäckerei aus Frömmstedt, die in ihren Filialen und Cafés unter anderem fair gehandelten Kaffee anbietet, bereits zugesagt, bei der Veranstaltung darüber zu berichten. Das verkündete Angela Böhme vom Sondershäuser Stadtmarketing in der Planungsgruppe. Überlegt wird auch, Vertreter von Kindergärten, die bei der Versorgung der Kleinen mehr auf ökologisch nachhaltige und fair gehandelte Lebensmittel setzen, in die Veranstaltung mit einzubinden.

Außerdem soll die Sprecherin eines Vereins aus Dresden, der in der Elbestadt einen Laden und ein Café betreibt, in dem ausschließlich fair gehandelte Produkte angeboten werden, einen Vortrag halten. Die Referentin, so Judith Blinzler, habe selbst die Entwicklung der Fair-Trade-Bewegung in Mitteldeutschland maßgeblich mit vorangetrieben und könne mit dieser Erfahrung auch in Sondershausen wichtige Anregungen geben. Im Moment wird noch nach einer Möglichkeit gesucht, der Dresdnerin wenigstens den Aufwand finanziell zu ersetzen, den sie mit ihrer Reise nach Sondershausen auf sich nehmen würde. Dabei könnten sich auch Unterstützer der Fair-Trade-Idee in Sondershausen beteiligen.

Wichtig sei die geplante Veranstaltung auch als Gelegenheit für die Sondershäuser Händler und Gastronomen, darüber ins Gespräch zu kommen, wie sie davon profitieren können, wenn Sondershausen Fair-Trade-Town wird.

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