Gleich noch was zum Knabbern

Timo Götz wünscht sich auch mal Schauen mit Grünzeug.

Timo Götz.

Timo Götz.

Foto: Susann Fromm

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„Den kriegst du nicht, auch wenn du ihn mit deiner Knipserei zu Tode erschreckst.“ Geschenkt! Selbst wenn der prächtige Brahma-Hahn den Fototermin bei der Geflügelschau nicht überlebt hätte. Der Besitzer musste nie fürchten, dass ich ihm das Riesenfedervieh streitig mache, nur weil es vor meiner Linse gestorben wäre. Nein, danke! Nicht einmal, um zu erfahren ob ein preisgekrönter Vogel entsprechend ausgezeichnet schmeckt.

Gefallen lassen würde ich mir, wenn ein Geschmackspröbchen von den ausgestellten Zuchterfolgen gleich bei jedem Prachtexemplar bereit läge. Nicht das ich damit zu Massenschlachtungen unter den nicht so preisverdächtigen Exemplaren einer gepflegten Rasse vor jeder Kleintier und Geflügelschau irgendwo in der Region aufrufen will. Es geht auch ohne Blutvergießen – wenn der Züchter mit dem Messer umgehen kann – und stundenlange Bratorgien.

Auge und Gaumen könnten sich bei einem Schau-Rundgang sogar gleichzeitig erfreuen, wenn statt der Prachtstücke aus den Ställen die schönsten Aufzuchterfolge aus den Gärten der Region ausgestellt würden. Nebenbei an Häppchen knackiger Früchtchen zu knabbern hat außerdem moralisch keinen schlechten Beigeschmack. Auch, und außerdem: Kein Apfel stirbt aus Angst vorm Knipsen.

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