Handwerker steigen dem Weihnachtsmann aufs Dach

Himmelsberg.  45.000 Euro stehen für die Sanierung zur Verfügung. Bauarbeiten in Himmelsberg sollen bis zum 1. Advent abgeschlossen sein

Dachdecker Matthias Hohbein und seine Kollegen vom Dachdeckerbetrieb Strickrodt & Söhne aus Rockstedt decken das Dach des Weihnachtsmannhauses neu.

Dachdecker Matthias Hohbein und seine Kollegen vom Dachdeckerbetrieb Strickrodt & Söhne aus Rockstedt decken das Dach des Weihnachtsmannhauses neu.

Foto: Sibylle Klepzig

Im Haus des Weihnachtsmannes in Himmelsberg herrscht reges Treiben. Allerdings sind die Akteure diesmal nicht seine fleißigen Helfer vom Himmelsberger Heimatverein „Sitten und Bräuche“, sondern Handwerker. Das mehr als 100 Jahre alte Gebäude wird in die Kur genommen.

Seit Montag legen Dachdecker Hand an, um das alte, undichte Dach zu erneuern. Es wird gedämmt, mit Folie sowie neuen Latten und Ziegeln versehen. Im Inneren nimmt sich derweil ein Elektriker der komplett veralteten Elektrik an, verlegt von der oberen Etage bis in den Keller alle Leitungen neu. Anschließend wird gemalert und renoviert. Die Arbeiten sollen Ende November, rechtzeitig vor dem ersten Advent, abgeschlossen sein.

Spenden vom diesjährigen Neujahrsempfang fließen in Sanierung ein

Rund 45.000 Euro stehen für die Sanierung des Weihnachtsmannbüros im Sondershäuser Ortsteil zur Verfügung. Drei Viertel der Summe werden durch Fördermittel aus dem europäischen Leader-Programm abgedeckt, das die Regionale Aktionsgruppe Kyffhäuser im Landkreis betreut. Einen Teil der Kosten trägt die Stadt. Auch die Spenden vom diesjährigen Neujahrsempfang, das sind mehr 5800 Euro, werden in die Sanierung fließen.

„Vielleicht reicht das Geld noch für eine Heizung“, gibt Ortsteilbürgermeister Andreas Fritsch (SPD) seiner Hoffnung Ausdruck. Den Gasanschluss habe man bereits. Er ist froh, dass sie Sanierung begonnen hat. Daraus, dass er sich einen früheren Zeitpunkt gewünscht hätte, macht er aber keinen Hehl. Die ersten Kinder schreiben bereits an den Weihnachtsmann.

Respekt für Engagement der ehrenamtlichen Weihnachtsmannhelfer

Auch in diesem Jahr werden in dessen Himmelsberger Postamt wieder Tausende Briefe erwartet. „Für den Heimatverein wird es schwierig, alle Briefe zu beantworten und zeitgleich das Weihnachtsmannhaus nach der Sanierung zu reinigen und einzuräumen“, sagt Fritsch. Der Bürgermeister zollt dem Engagement der ehrenamtlichen Weihnachtsmannhelfer seinen großen Respekt.