Impfstoff für Klinikpersonal kommt in kleinen Dosen

Kyffhäuserkreis  Mitarbeiter in Sondershäuser Krankenhaus werden bereits schrittweise geimpft. Manniske-Klinik wartet noch auf Lieferungen

Der leitende Chefarzt vom KMG-Klinikum Sondershausen, Dr. Achim von Moltke, bekommt eine der ersten Impfungen.

Der leitende Chefarzt vom KMG-Klinikum Sondershausen, Dr. Achim von Moltke, bekommt eine der ersten Impfungen.

Foto: KMG

Kyffhäuserkreis. Ab sofort werden Mitarbeiter des Sondershäuser Krankenhauses gegen das Coronavirus geimpft. Allerdings würden die benötigten Impfdosen erst nach und nach angeliefert, wie von Kliniksprecher Sascha Nenninger am Donnerstag zu erfahren war. Die ersten Impfungen erhielten Angestellte, die in kritischen Bereichen wie der Isolierstation, der Intensivstation und der Notaufnahme arbeiten, teilte die Klinikleitung weiter mit. Die Anzahl der dort eingesetzten Ärzte und Pflegefachkräfte könne je nachdem, wie die Stationen belegt sind, flexibel angepasst werden. Die Impfungen würden, auf Basis der Belieferung mit Impfstoff, über die nächsten Tage und Wochen schrittweise fortgesetzt. Mehr als 250 Mitarbeiter sind in dem von der KMG-Gruppe betriebenen Klinikum beschäftigt.

Bereits am Mittwoch hatte sich der Chefarzt und Ärztliche Direktor des Sondershäuser Krankenhauses Dr. Achim von Moltke impfen lassen. „Mit der Impfung schütze ich meine Patientinnen und Patienten, meine Kolleginnen und Kollegen, meine Familie und mich“, erklärte er anschließend. Wann weiteres Klinikpersonal geimpft werden könne, hängen maßgeblich davon ab, wie schnell weitere Impfdosen geliefert würden. Die Reihenfolge, in der die Mitarbeiter behandelt werden, wenn das Vakzin zur Verfügung steht, sei auf einer Prioritätenliste festgelegt. Dabei würden sich die KMG Kliniken an den jeweils geltenden Verordnungen orientieren.

Bei der Verteilung der Impfstoffe auf die Krankenhäuser in Thüringen spielt auch eine Rolle, in welchem Umfang die Kliniken Coronapatienten aufnehmen und behandeln. Das KMG-Klinikum Sondershausen könne auf der Isolierstation zehn Corona-infizierte aufnehmen, heißt es aus der Klinikleitung. Bei Bedarf sei es möglich, diese Zahl flexibel auf bis über 20 Patienten zu erweitern werden. Auf der Intensivstation könnten bis zu neun Patienten versorgt werden. Aktuell versorge das Klinikum in Sondershausen acht Patienten auf der Isolier- und zwei Patienten auf der Intensivstation.

Die ebenfalls von KMG betriebene Manniske-Klinik in Bad Frankenhausen könne, so informierte KMG-Sprecher Nenninger am Donnerstag weiter, sieben Patienten mit einer Corona-Infektion stationär behandeln, sofern keine intensivmedizinische Versorgung erforderlich würde. Aktuell befänden sich sechs Corona-Infizierte in medizinischer und pflegerischer Versorgung.

Das Krankenhaus in Bad Frankenhausen sei noch nicht mit Impfstoff beliefert worden. Somit hätten auch die Impfungen der Mitarbeiter noch nicht starten können. „Ein möglicher Starttermin ist uns noch nicht bekannt“, erklärte Nenninger.