In Göllingen gibt es Fleisch und Wurst vom Roten Harzer Höhenvieh

Göllingen  Auf ihrer Sommertour besucht die Landtagsabgeordnete Babett Pfefferlein (Grüne) den Landwirtschaftsbetrieb Kyffhäuser Weidefleisch in Göllingen.

Geraldine Rödiger (links) im Hofladen in Göllingen mit Babett Pfefferlein.

Geraldine Rödiger (links) im Hofladen in Göllingen mit Babett Pfefferlein.

Foto: Ingolf Gläser

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Alles fing vor einigen Jahren klein an. Man wollte sich ein oder zwei Rinder halten. Für den Eigenbedarf. Die Weide war sehr groß. Es kamen weitere Tiere dazu. Alles eine Rasse: Rotes Harzer Höhenvieh. Mittlerweile haben Geraldine Rödiger und ihr Vater Dirk Rödiger von „Kyffhäuser Weidefleisch“ 25 Tiere auf mehreren Weiden in der Region. Insgesamt sind es 35 Hektar. „Wir erzeugen mit einer natürlichen und individuellen Aufzucht Fleisch und Wurst in Spitzenqualität“, betont die studierte Agrarwissenschaftlerin.

Auf ihrer Sommertour unter dem Motto „Gut leben in Thüringen“ besuchte die Landtagsabgeordnete Babett Pfefferlein (Grüne) den Hofladen in Göllingen. Den gibt es seit Anfang Dezember vergangenen Jahres. Die Politikerin kennt den Weg. Denn sie ist, wie sie betonte, hin und wieder Kunde im Laden. Hier gibt es nicht nur Fleisch- und Wurstwaren – ganz oben auf der Liste der Einkaufszettel der Kunden stehen Rouladen –, sondern hier gibt es auch so manche weitere regionale Spezialitäten. Beispielsweise Gemüse und Backwaren in Demeterqualität, zudem Honig, Kräutertee, Holunderwein.

Geraldine Rödiger und Dirk Rödiger führen „Kyffhäuser Weidefleisch“ im Nebenerwerb, beide haben einen Job. Bis zu sieben Tiere werden im Jahr geschlachtet. „Rinder mit Klasse. Statt Rinder in Masse“, so das Motto. Und schon war man mit der Politikerin beim Thema Massentierhaltung, lange Transporte, Billigfleisch. Hier sollten Politik und Verbraucher umdenken. Es müsse nicht jeden Tag Fleisch und zwei Mal am Tag Wurst auf dem Teller liegen. Und auch wenn Bio auf vielen Lebensmitteln stehen würde, wäre nicht immer Bio drin. Das Biosiegel sei, so Rödigers, in vielen Dingen Augenwischerei.

In den Hofladen würden auch Kunden aus der Region kommen, die wenig Geld haben, die von Zeit zu Zeit ein gutes Stück Fleisch essen wollen. Da sei schon ein Umdenken bei Verbrauchern zu erkennen.

Damit sich Direktvermarkter oder andere, die mit Naturkost zu tun haben, kennenlernen, vernetzen, regte die Politikerin ein Treffen an, zu dem sie einladen würde. Nach dem Besuch im Hofladen, er ist samstags von 9 bis 11 Uhr geöffnet, der Onlineshop rund um die Uhr, ging es nach Sondershausen, wo auf einer Weide das Rote Harzer Höhenvieh grast.

2017 hatte der Landwirtschaftsbetrieb noch Gänse. Es war ein Versuch, er erwies sich als unwirtschaftlich.

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