Jeder soll in den Bebraer Teichen in Sondershausen schwimmen können

Sondershausen  Die städtische Ausschreibung für das Naturbad in Sondershausen läuft weiter. Über den Verkauf und Ausbau zum Campingplatz könnte im Oktober geredet werden.

Die Stadt sucht für das Naturbad Bebraer Teiche einen neuen Pächter. Bis 9. Oktober läuft noch die Ausschreibung.

Die Stadt sucht für das Naturbad Bebraer Teiche einen neuen Pächter. Bis 9. Oktober läuft noch die Ausschreibung.

Foto: Dirk Bernkopf

Bis Oktober läuft die Ausschreibung für die Bebraer Teiche noch. So lange haben Interessenten Zeit, sich um den Betrieb des Sondershäuser Naturbades zu bewerben, Bungalows und Imbiss inklusive. Daran will Bürgermeister Steffen Grimm (pl) festhalten trotz des in der vergangenen Woche von Philip Jahn, dem Sohn des Possenbetreibers Bernd Jahn, eingereichten Tourismuskonzepts für die Bebraer Teiche. Philip Jahn will das Gelände von der Stadt kaufen und ausbauen. Campingplatz, Badesee und Strandbistro sind seine Vorstellung.

Dass Grimm an den Vorstellungen von Jahn Gefallen findet, verhehlt er nicht. Über das Thema Verkauf aber entscheidet der Stadtrat. Und bislang war Verkauf kein Thema, sondern die Neu-Verpachtung des städtischen Geländes mit der Verpflichtung, den Badebetrieb fortzuführen. Im Oktober könne dann auch über Jahns Konzept gesprochen werden, so Grimm.

Auf der Agenda standen die Bebraer Teiche aktuell gar nicht, gibt Bürgermeister Grimm zu. Erst nachdem der DRK-Kyffhäuserkreisverband seinen Vertrag zum Ende des Jahres aus Kostengründen gekündigt hatte, kam das Thema wieder auf. Und weil die Stadt nicht zum ersten Mal einen neuen Pächter sucht, sagt Grimm, müsse man endlich eine nachhaltige Lösung finden. „Das Bad hat Potenzial und kann vielfältig genutzt werden. Es muss aber auch endlich mal etwas passieren“, erklärt der Bürgermeister. Noch einmal nur das Bad zu verpachten, die Bungalows zu vermieten und ein paar Würstchen zu verkaufen, werde dauerhaft nicht reichen. Einem Verkauf wäre er persönlich unter bestimmten Voraussetzungen deshalb auch nicht abgeneigt, sagt Grimm, seine wichtigste wäre, dass der Badesee für die Öffentlichkeit zugänglich bleibt.

Verhandelt werden müsse in diesem Fall aber deutlich mehr, auch über eine Rückfallklausel an die Stadt müsse gesprochen werden. Den Vorwurf, dass Sondershausen nicht einfach sein Tafelsilber verscherbeln könne, hat auch Grimm schon gehört.

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