Kaum Bauarbeiten in den Ferien an den Schulen im Kyffhäuserkreis

Kyffhäuserkreis  Der Landkreis konzentriert sich auf den Neubau in Bad Frankenhausen. Die Planung für die Digitalisierung der Schulen beginnt.

Die Baustelle Kyffhäuser-Gymnasium in Bad Frankenhausen.

Die Baustelle Kyffhäuser-Gymnasium in Bad Frankenhausen.

Foto: Ingolf Gläser

Kehren Schüler und Lehrer mit Beginn der Sommerferien ihren Schulen den Rücken, ziehen normalerweise Handwerker und Bauarbeiter ein. In diesem Jahr bleibt es in den Schulen im Kyffhäuserkreis aber weitgehend ruhig. Abgesehen von kleineren Arbeiten konzentriert sich die Bautätigkeit in diesem Jahr auf die Fertigstellung des neuen Kyffhäuser-Gymnasiums in Bad Frankenhausen, teilte das Landratsamt auf Nachfrage mit. Nach den Sommerferien sollen am neuen Standort in der Bahnhofstraße über 500 Schüler aufs Abitur vorbereitet werden.

In der Woche vor den Sommerferien war der Umzug an den neuen Standort. Auch symbolisch durch die Schüler und Lehrer. Die Klassenstufen 5 bis 11 bekamen hier ihre Zeugnisse. Im Außenbereich, es entstand auch eine Mensa, die für Veranstaltungen genutzt werden kann, wird gearbeitet. Es wird gepflastert, es entstehen eine grüne Insel, ein kleines Amphitheater sowie ein grünes Klassenzimmer. Ein Teil des Flutgrabens wird zudem neu gestaltet. Sitzgelegenheiten laden hier nach dem Umbau zum Verweilen ein oder man kann am Basketballkorb sowie an der Tischtennisplatte aktiv sein. Ebenfalls entstehen auf dem Schulgelände Parkplätze für die Lehrer.

An der Gemeinschaftsschule Greußen sollte in der vergangenen Woche die Außenfassade der Turnhalle fertig werden, erklärte der Sprecher des Landratsamtes Heinz-Ulrich Thiele. Darüber hinaus gebe es nur noch kleinere Maßnahmen. Malerarbeiten, das Auffüllen von Sandkästen, die Pflege von Außenanlage oder den Umbau eines Toilettentrakts zählt Heinz- Ulrich Thiele auf.

Keine Überraschungen wird es Mitte August, wenn die Schule wieder beginnt, auch bei der Ausstattung geben. 132 Millionen Euro soll Thüringen vom Bund für die Ausstattung seiner Schulen mit digitaler Technik und Lernprogrammen erhalten. Darauf müssen Schüler und Lehrer im Kyffhäuserkreis aber noch warten.

„Wir stecken noch in der Vorbereitung“, sagte Thiele. Die Digitalisierung der Schulen habe bislang erst auf dem Papier stattgefunden. Drei bis vier Millionen Euro könnten im Kyffhäuserkreis ankommen, rechnet man im Landratsamt. Und plant jetzt schon einmal die Verwendung. „Dabei wollen wir Schwerpunkte setzen. Nicht alle Schulen können mit dem Geld gleich ausgestattet werden“, so der Sprecher der Kreisverwaltung. Die drei in den vergangenen Jahren neu gebauten Schulen, die Gemeinschaftsschule Greußen, die Regelschule Franzberg in Sondershausen und mit der Fertigstellung auch das Kyffhäuser-Gymnasium, seien so weit ausgestattet. Nun sollen die anderen Schulen folgen. Mit der Berufsschule und weiterführenden Schulen soll begonnen werden. Am Ende der Liste stehen die Grundschulen.

Zurzeit wird noch der Bedarf analysiert. Über die Prioritäten soll dann im Bildungsausschuss des Kreistags abgestimmt werden. So richtig nutzen können die Schulen im Kreis die neue Technik aber auch erst, wenn alle über schnellen Internetzugang verfügen. Daran hapert es zurzeit noch. Ende 2020 soll der geförderte Breitbandaus abgeschlossen sein. Dann sollen auch alle Schulen im Kyffhäuserkreis über einen schnellen Zugang zum Internet verfügen.

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