Köder unversehrt und kein Foto: Unstrut-Krokodil bleibt abgetaucht

Kyffhäuserkreis.  Ein am Mittwoch in der Unstrut versenkter Köder ist unversehrt. Er wurde am Donnerstag erneut ausgelegt, um das Krokodil anzulocken.

Mit einem toten Huhn an der Leine soll das Unstrut-Krokodil in die Fotofalle gelockt werden.

Mit einem toten Huhn an der Leine soll das Unstrut-Krokodil in die Fotofalle gelockt werden.

Foto: Heinz-Ulrich Thiele

Das Unstrut-Krokodil bleibt weiter abgetaucht. Am Hühnchen, das der Landkreis am Mittwoch als Köder aufgehängt hatte, hat sich das Tier nicht vergriffen. „Bislang gibt es kein Foto und auch das Huhn ist unversehrt“, berichtet der Sprecher des Landratsamtes Heinz-Ulrich Thiele.

Am Mittwochabend sei der Köder eingesammelt worden, da das Krokodil, wenn es kühler wird, nicht mehr aktiv ist, und man keine anderen Tier anlocken wollte. Donnerstagmittag sei der Köder wieder am Fluss ausgelegt worden.

Am Sonntag hatte eine Pferdebesitzerin gemeldet, ein Krokodil am Unstrut-Ufer bei Schönewerda gesichtet zu haben. Eine Woche zuvor hatte es eine solche Meldung auch von der Unstrut in Sachsen-Anhalt gegeben.

Spuren gaben keinen Hinweis auf ein Krokodil

Bei einer großangelegten Suche der Feuerwehr war das Reptil nicht entdeckt worden. Auch die eingesammelten Spuren hatten bislang keinen Hinweis auf ein in der Unstrut lebendes Krokodil gegeben.

Vorsorglich gilt aber weiterhin ein vom Landkreis verhängtes Bade- und Angelverbot in dem Fluss auf dem Gebiet des Kyffhäuserkreises. Auch das Befahren der Unstrut und das Betreten der Uferbereiche sowie des Radwegs sind nicht gestattet.

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