Krokodil-Suche: Neue Spuren am Unstrut-Ufer gefunden - Angler fühlen sich übergangen

Schönewerda.  Der Anglerverein Unstruttal Roßleben fühlt sich übergangen. Man solle doch jene mit einbeziehen, die sich am besten im Bereich auskennen.

Neue Spuren wurden am Ufer der Unstrut im Schlamm gefunden. Experten schließen aus, dass es Reifenspuren sind. Ob die Abdrücke von einem Krokodil stammen, ist unklar.

Neue Spuren wurden am Ufer der Unstrut im Schlamm gefunden. Experten schließen aus, dass es Reifenspuren sind. Ob die Abdrücke von einem Krokodil stammen, ist unklar.

Foto: Elko Wendt

Verschiedene Spuren im Uferschlamm sind die einzigen möglichen neuen Hinweise bei der Krokodilsuche in Schönewerda.

„Doch bislang ist nichts Eindeutiges zu erkennen“, sagt Landratsamtssprecher Heinz-Ulrich Thiele, der in Kontakt mit den Experten steht. Ob diese Spuren von einem Reptil oder einem anderen Wildtier (Fuchs, Waschbär) stammen, ist unklar. An dem toten Huhn, das als Köder an einer von der Feuerwehr bewachten Fotofalle angebracht wurde, gab es bis zum Donnerstagabend keinerlei Verbissspuren. Etwa gegen 20 Uhr wird das Huhn übrigens abgenommen. „Nachts, so sagen die Experten, ist es derzeit zu kalt, als dass ein Krokodil aktiv wird“, so Thiele.

Die Angler der Region fühlen sich bei der Krokodilsuche übergangen. „Etwas weniger Getöse wäre vielleicht effektiver gewesen, sagt Heiko Lange. Der 2. Vorsitzende des Anglervereins Unstruttal Roßleben/Bottendorf spielt auf die Suchaktion mit Hubschrauber und Booten an, nachdem am Sonntag eine Reiterin bei Schönewerda ein angeblich zwei Meter langes Krokodil gesichtet hatte. Vielleicht hätte man die Leute, die sich am besten an der Unstrut und bei ihren Besonderheiten auskennen, als aufmerksame Beobachter mit einbinden können: „Angler und Jäger", gibt Lange zu bedenken. Der Bottendorfer wohnt nah am Fluss und hofft, „dass die Maßnahmen bald beendet sind".

Ärgerlich sei, dass zur besten Angelzeit der Fluss für die Petrijünger gesperrt ist. „Wer mobil ist, weicht derzeit auf andere Gewässer aus.“ Denn noch bis mindestens zum Wochenende darf an dem Unstrutabschnitt nicht gebadet, Boot gefahren oder geangelt werden. Auch der Unstrut-Radweg ist gesperrt. Doch besonders abends hält dies vor allem zahlreiche Hundebesitzer und auch auswärtige Neugierige nicht von einem Spaziergang in Flussnähe ab.

Alle Beiträge zur Krokodil-Suche in Thüringen finden Sie hier.

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