Krokodilsuche in Unstrut bei Schönewerda: Blödel-Aktion des MDR sorgt für Unmut

Schönewerda.  Die Allgemeinverfügung bleibt vorerst bestehen. Am Montag wird entschieden, ob weiter gesucht wird.

Tag 3 nach der angeblichen Krokodil-Sichtung: Erhard Bernhardt (70) aus Roßleben steht in Schönewerda vor dem gesperrten Radweg.

Tag 3 nach der angeblichen Krokodil-Sichtung: Erhard Bernhardt (70) aus Roßleben steht in Schönewerda vor dem gesperrten Radweg.

Foto: Wilhelm Slodczyk

Bei der Suche nach dem vermeintlichen Unstrut-Krokodil hat eine Blödel-Aktion des MDR für Unmut gesorgt.

Moderator Marko Ramm war, wie ein Video zeigt, „todesmutig“ an den Fluss bei Schönewerda gestapft. Dort hatte er eine Stockangel mit einem Faden, an den Hühnchenschenkel gebunden waren, ins Wasser gehalten und gewartet, dass etwas anbeißt. Ergebnislos. „Ich habe dafür kein Verständnis“, sagte Heinz-Ulrich Thiele. „Die Situation mag manchem kurios anmuten. Aber ich kann nur an die Vernunft appellieren, die Absperrungen und Verbote ernstzunehmen. Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht", sagte der Landratsamtssprecher. „Was würde seine Krankenkasse sagen, wenn Herrn Ramm doch etwas passiert wäre?", fragt Thiele.

Er steht mit den Experten in Kontakt, die mit einer Wildkamera und einem toten Huhn als Köder nach neuen Hinweisen suchen. Zuvor hatte es zwei angebliche Sichtungen in Schönewerda und Roßleben gegeben. Den Köder an der Fotofalle rührten bislang weder ein Reptil noch ein anderer Uferbewohner (Fuchs, Waschbär, Marder) an. Er bleibt übers Wochenende tagsüber hängen und wird von Feuerwehrleuten per Kamera überwacht.

Am Montag entscheidet der Stab, ob die Suche weitergeht und die Allgemeinverfügung bestehen bleibt. Bis dahin gilt trotz des Top-Wetters: Baden, Angeln und Bootfahren sind auf der Unstrut verboten. Der Radwanderweg ist gesperrt.

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