Kulturveranstaltungen in Sondershausen unter Vorbehalt

Sondershausen  Die Stadt Sondershausen plant in unterschiedlichen Umfängen, um auf alle Corona-Einschränkungen vorbereitet zu sein.

Ob oder wie das beliebte Residenzfest in Sondershausen - so wie im Bild 2019 - in diesem Jahr stattfinden kann, ist vorerst unklar.

Ob oder wie das beliebte Residenzfest in Sondershausen - so wie im Bild 2019 - in diesem Jahr stattfinden kann, ist vorerst unklar.

Foto: Dirk Bernkopf

Rosenmontag ist abgesagt, der Vortragsauftakt im Schlossmuseum ebenso. In der Bibliothek können ab kommender Woche immerhin Bücher telefonisch vorbestellt und dann abgeholt werden, berichtet Sondershausens Kulturmanagerin Claudia Langhammer. Aber das Jahr beginnt wie das alte endete – ohne Kultur und Veranstaltungen.

Das neue Kulturjahr in der Stadt werde dennoch vorbereitet, sagt Claudia Langhammer. Dabei versuche man, für jede Veranstaltung verschiedene Optionen zu berücksichtigen, um auf mögliche Corona-Einschränkungen reagieren zu können.

Sobald es das Wetter wieder zulasse, sollen zunächst einmal im Frühjahr die Hebebühnenkonzerte fortgesetzt werden. Auch ein Konzert auf dem Trinitatisturm ist vorgesehen. "Interessierte Musiker können sich dafür gern bei der Kulturverwaltung melden", sagt Claudia Langhammer.

In welcher Form das Residenzfest zu Pfingsten in diesem Jahr stattfinden kann, das könne man derzeit noch nicht sagen. Die Bandbreite des traditionellen Stadtfestes Ende Mai könnte vom normalen Festgeschehen von der Theaterwiese bis zum Marktplatz reichen, aber auch als kleine Variante mit Maskenpflicht, Umzäunung und Einlass auf der Theaterwiese funktionieren. Erprobt hatte man das im vergangenen Jahr zum Kinderfest im September, als Veranstaltungen mit Anmeldung und Personenbeschränkung erlaubt waren.

Manches 2020 Geplante könnte vielleicht nachgeholt werden

Das Programm richtet sich dann auch nach dem Umfang des Festes. So war im vergangenen Jahr ein Auftritt der Band „Münchener Freiheit“ geplant, ob er dieses Jahr nachgeholt werden könne, hänge von der Pandemielage ab, erklärt die Kulturmanagerin.

Das gelte natürlich auch für Museumstag und Schlössertage im Mai, für Weinfest und Weihnachtsmarkt. Im September könnte es zudem ein neues Veranstaltungsangebot geben. Im Schlosshof soll ein Mittelalterfest stattfinden mit Gauklern, historischem Handwerk und Musik. Gemeinsam mit einer Agentur werden dazu Ideen erarbeitet, kündigt Claudia Langhammer an.

Im Sommer könnten auch nach die Schlossfestspiele der Theater und Loh-Orchester GmbH wieder im Hof stattfinden, nachdem diese zwei Jahre wegen Bauarbeiten auf den Lustgarten ausweichen mussten und im vergangenen Jahr ganz ausgefallen waren.

Auch Konzertreihe steht in den Sternen

Wann die Konzertreihe der Lisztkonzerte wieder aufgenommen werden kann, vermochte die Kulturmanagerin noch nicht zu sagen. Im vergangenen Jahr waren die Konzerte wegen der Coronapandemie abgesagt worden. Veranstaltungen in einem geschlossenen Raum wie dem Riesensaal seien auch bei Lockerungen nur schwer umsetzbar.

Im Schlossmuseum, auch wenn es derzeit geschlossen ist, soll die Landesfotoschau noch einmal bis März verlängert werden, in der Hoffnung, dass das Haus bis dahin wieder öffnen darf. Zudem beteiligt man sich am Thüringer Themenjahr „Neun Jahrhunderte jüdisches Leben“. Dazu wird es im Schlossmuseum unter anderem eine Sonderausstellung geben unter dem Titel „Schutzjuden, Staatsbürger, Weltbürger – Juden in Sondershausen“. Die Ausstellung soll am 16. Mai eröffnet werden und wird in Zusammenarbeit mit dem Arbeitsverbund Schwarzburger Museen konzipiert.

Ein Familienprogramm haben die Mitarbeiter des Schlossmuseum auch wieder für den Museumstag und die Schlössertage mit Parkführung, Auftritt der Tanzgruppe und Bildbetrachtungen vorbereitet, berichtet Claudia Langhammer. Aber auch das stehe alles unter Vorbehalt.