Kyffhäuserkreis: Umfrage zu herrenlosen Katzen

Eine Katze läuft bei Sonnenaufgang auf einem Zaun entlang. (Symbolbild)

Eine Katze läuft bei Sonnenaufgang auf einem Zaun entlang. (Symbolbild)

Foto: Julian Stratenschulte / dpa

Kyffhäuserkreis.  In welchen Bereichen es Probleme mit freilebenden Katzen gibt, will das Veterinäramt des Kyffhäuserkreises von den Kommunen wissen.

In der Diskussion um eine mögliche Katzenschutzverordnung für den Kreis hat das Landratsamt eine Umfrage bei den Kommunen gestartet. Das Veterinäramt hofft auf Antworten zu herrenlosen Katzen bis Ende Januar.

Abgefragt wird, ob den Kommunen „wilde“ Katzenpopulationen bekannt seien. Ob es Futterstellen für Katzen gebe, legale wie illegale und ob diese in einer Satzung verankert seien. Zudem erhofft sich das Veterinäramt Auskunft über „problematische“ Katzenhalter.

Legale Katzenfutterstellen sind nach Auskunft des Deutschen Tierschutzbundes solche, an denen Tierschutzvereine freilebende Katzen versorgen, um so die Möglichkeit zu haben, die Anzahl und den Gesundheitszustand der Tiere zu überprüfen. Bei Kastrationsaktionen können die Tiere hier eingefangen, medizinisch versorgt, geimpft, kastriert und registriert und anschließend in ihrem angestammten Revier wieder freigelassen werden.

Mit der Befragung will die Kreisverwaltung sich zunächst einmal einen Überblick verschaffen zur Problematik, erklärte der Sprecher des Landratsamtes, Heinz Ulrich Thiele. Im Kreistag hatten die Fraktionen von CDU/FDP, Linke und SPD die Verwaltung aufgefordert, einen Vorschlag für eine Katzenschutzverordnung zu erarbeiten. Die Zahl der freilebenden Katzen habe sich in den vergangenen Jahren deutlich erhöht. Die unkontrollierte Fortpflanzung freilebender Katzen führe zu schweren Krankheiten, zu Leid und zu Schädigungen. In der Verordnung könne dann festgelegt werden, dass Halter in bestimmten Regionen ihre Katzen kastrieren und registrieren lassen müssen.

Im nächsten Sozialausschuss sollen die ersten Ergebnisse thematisiert werden.