Kyffhäuserland will letzte Radweglücke schließen

Kyffhäuserland.  Gemeinderat gibt grünes Licht für Planung des Abschnitts von Bendeleben bis Badra für Nord-Süd-Trasse durch Thüringen.

Durch Kyffhäuserland soll der Harz-Kyffhäuser-Rennsteig-Radweg, dessen Bau im Sommer 2020 begann, in den nächsten Jahren bis zum Unstrut-Werra-Radweg mit Anschluss bei Bendeleben  verlängert werden.

Durch Kyffhäuserland soll der Harz-Kyffhäuser-Rennsteig-Radweg, dessen Bau im Sommer 2020 begann, in den nächsten Jahren bis zum Unstrut-Werra-Radweg mit Anschluss bei Bendeleben verlängert werden.

Foto: Marco Kneise

Für einen Radweg von Bendeleben bis in den Harz will die Gemeinde Kyffhäuserland jetzt die endgültige Route festlegen und Baupläne aufstellen lassen. Der Gemeinderat hat am Donnerstagabend hat bei seiner Sitzung in Steinthaleben zugestimmt, einen entsprechenden Planungsauftrag zu vergeben. Für rund 92.000 Euro soll das Sondershäusern Ingenieurbüro Bach das Konzept für den Lückenschluss zwischen dem Unstrut-Werra-Radweg und der Radroute Harz-Kyffhäuser erstellen.

Die Kosten schon für die Planungsleistungen würden zu 100 Prozent vom Thüringer Umweltministerium übernommen, informierte Knut Hoffmann (CDU) der Bürgermeister von Kyffhäuserland die Ratsmitglieder. Die neue Radroute soll Teil der geplanten Thüringen-Transversale werden. Eine durchgehende Radwegverbindung in Süd-Nord-Richtung soll zwischen Rennsteig-Radwanderweg und Harzrundweg entstehen. Das ist auch in dem erst im vergangenen Jahr aufgestellten Thüringer Radwegekonzept 2.0 so vorgesehen. Außerdem gilt das Radweg-Projekt als eines der wichtigsten Vorhaben, um das geplante Biosphärenreservat Südharz-Kyffhäuser touristisch zu entwickeln. Für die durchgehende Fernradstrecke zwischen Thüringer Wald und Harz fehlt nun nur noch die Trasse innerhalb der Ortschaft Kyffhäuserland, die jetzt vorbereitet wird.

Fest stehe bislang, dass die Verbindung Richtung Norden vom Unstrut-Werra-Radweg, der bereits an Fernrouten aus Mittelthüringen angeschlossen ist, südlich von Bendeleben abgezweigt werden soll. Durch den Ort wird sie, so die bisherige Konzeption, zur Barbarossahöhle führen und von dort aus weiter nach Steinthaleben verlaufen. Auch der Anschluss an die Route Harz-Kyffhäuser im Norden des Kyffhäuserkreises ist bereits vorgeben. Der liegt in Badra. Bis dorthin wird der Radweg der auf dem Gebiet des Landkreises Nordhausen bereits seit dem zurückliegenden Sommer von Windehausen aus über Heringen bis nach Auleben gebaut wird, demnächst noch an die Kreisgrenze am Ortsrand von Badra verlängert.

Der Zielpunkt ist demnach vorgegeben. Wo genau allerdings die Strecke zwischen Steinthaleben und Badra verlaufen soll, muss im jetzt angestoßenen Planungsverfahren noch endgültig festgelegt werden. Vorerst werde der bereits bestehende kombinierte Landwirtschaftsweg zwischen den beiden Ortsteilen als Lückenschluss betrachtet, heißt es in der Erläuterung der Gemeindeverwaltung in der Beschlussvorlage zur Planungsvergabe. Gleichzeitig werde aber außerdem an einem Konzept für eine komplett ausgebaute Ortsverbindungsstraße zwischen Badra und Steinthaleben gearbeitet. Der Verlauf des vorhandenen Kombiwegs wird dafür, so geht aus der Erläuterung der Gemeindeverwaltung hervor. nicht als ideale Verbindung betrachtet. Deshalb soll jetzt auch schon bei der Planung des zukünftigen Radweges nach alternativen Trassen gesucht werden. Diese könnte dann auch als Grundlage für eine neue Ortsverbindungsstraße dienen.