Landkreis soll bei Fördergesellschaft FAU in Sondershausen einsteigen

Sondershausen  Das Konzept zur Entwicklung der Gesellschaft soll dem Stadtrat in Sondershausen vorgelegt werden. Im Kyffhäuserkreis steht die Diskussion erst am Anfang.

Mit Teilnehmern einer Beschäftigungsmaßnahme wurden drei neue Räume in der alten Grundschule für die Tafel, die auch die FAU betreibt, hergerichtet.

Mit Teilnehmern einer Beschäftigungsmaßnahme wurden drei neue Räume in der alten Grundschule für die Tafel, die auch die FAU betreibt, hergerichtet.

Foto: Dirk Bernkopf

Die Fördergesellschaft Arbeit und Umwelt FAU soll auf „breitere Füße“ gestellt werden. Die Stadt Sondershausen würde gern den Landkreis als Anteilseigner gewinnen, sagt Bürgermeister Steffen Grimm (pl).

Gespräche gab es. Eine grundsätzliche Entscheidung sei aber nicht gefallen, so Heinz-Ulrich Thiele, Pressesprecher des Landratsamtes.

Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD) kündigte im Kreistag an, dass sich die Ausschüsse damit befassen sollen.

In Sondershausen macht man sich bereits seit Monaten Gedanken über die Zukunft der FAU. „Wir wollen die FAU nicht aufgeben“, sagt Steffen Grimm. „Es gibt auch keine wirtschaftlichen Probleme.“ Aber Sondershausen müsse die Fördergesellschaft, die Langzeitarbeitslose, schwer vermittelbare Jugendliche und Sozialhilfeempfänger umschult oder qualifiziert, auch nicht allein tragen, so Grimm.

Der Stadtrat hat unterdessen ein Konzept zur künftigen Entwicklung der Gesellschaft eingefordert. Immer weniger Maßnahmen für den zweiten Arbeitsmarkt würden gefördert. Die FAU befasse sich immer mehr mit Sozialprojekten wie dem Quartiersmanagement im Hasenholz-Östertal, heißt es aus dem Stadtrat. Wofür es doch eigentlich ausreichend andere Träger gebe. Bis zur Stadtratssitzung am 24. Oktober soll das Konzept fertig sein, erklärte FAU-Geschäftsführer Jürgen Rauschenbach. 140 Leute seien derzeit bei der FAU in Maßnahmen beschäftigt. Ein Niveau, das die GmbH gut bewältigen könne. Bedarf für Arbeitsmaßnahmen sieht Rauschenbach nach wie vor. Die wirtschaftliche Lage der FAU habe sich nach schwierigen Jahren stabilisiert. Man konnte wieder Rückstellungen bilden. Auf der anderen Seite müsse nun der Investitionsstau abgearbeitet werden.

Im Tourismusbereich, bei der Grünpflege und im Wald sieht Rauschenbach künftige Aufgabenfelder. Eine Zusammenarbeit mit Thüringen-Forst bei der Aufforstung könne er sich ebenso vorstellen wie die Pflege von Radwegen oder kommunalen Grünanlagen. Die Zusammenarbeit mit den Gemeinden könne ausgebaut werden. Den Einstieg des Landkreises würde er begrüßen. Die Arbeit mit dem Jobcenter, das die Maßnahmen für die Langzeitarbeitslosen bewilligt, könnte das auf „Augenhöhe heben“, so Rauschenbach.

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