Langenroda will sparen: Naturverträglicher Klimaschutz mit sparsamer Straßenbeleuchtung

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So sehen die LED-Module aus, die in Roßleben die Straßen erhellen. Auch die Umstellung in Langenroda macht sich inzwischen in der Stadtkasse bemerkbar.

So sehen die LED-Module aus, die in Roßleben die Straßen erhellen. Auch die Umstellung in Langenroda macht sich inzwischen in der Stadtkasse bemerkbar.

Foto: Franziska Gräfenhan

Langenroda  Kommunalpolitiker sind zufrieden: Langenroda sparte durch Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf sparsame LED schon über 1000 Euro Stromkosten ein.

Langenroda hat durch die Umrüstung der Straßenbeleuchtung auf sparsame LED im Jahr 2018/19 mehr als 1000 Euro Stromkosten eingespart. Das teilten der Bürgermeister der Stadt Roßleben-Wiehe, Steffen Sauerbier (SPD), und der Klimawandelmanager des Projektes „Zenapa“, Matthias Golle, jetzt mit.

Zenapa – Zero Emission Nature Protection Areas – ist ein von der Europäischen Union gefördertes Verbundvorhaben, das seit 2016 läuft und auf acht Jahre angelegt ist. Mit ihm sollen in elf Naturschutzregionen in Deutschland und Luxemburg naturverträgliche Klimaschutzmaßnahmen initiiert und umgesetzt werden. Für das Gesamtvorhaben stehen 17 Millionen Euro zur Verfügung, davon eine Million für die Hohe Schrecke.

Wurden für Langenroda im Abrechnungsjahr 2016/17 noch rund 12.000 Kilowattstunden (kWh) Strom für die Straßenbeleuchtung in dem damaligen Ortsteil der Stadt Wiehe verbraucht, waren es dank der Umrüstung der Lichtquellen 2017 im Abrechnungsjahr 2018/19 nur noch 4991 kWh.

Davon profitiere nicht nur der Haushalt der Stadt Roßleben-Wiehe, sondern auch Mensch und Natur, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt. Denn bei der Umrüstung Ende 2017 legten die Langenrodaer unter fachlicher Beratung durch Matthias Golle von der Naturstiftung David besonderes Augenmerk auf Minimierung seitlicher Abstrahlung und die Verwendung fledermaus- und insektenfreundlicher Lichtfarbe.

„Sternenparkregionen wie die Rhön machen vor, wie es geht, und beleuchten nur so viel wie wirklich nötig ist. Denn gerade bei energiesparenden LED neigt man schnell dazu, heller und öfter zu beleuchten“, so Golle. Die Stadt Roßleben hatte schon 2017 mit großem eigenen Engagement und Unterstützung der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur sowie des Bundes komplett auf LED umgestellt und kann heute ebenfalls eine positive Bilanz ziehen. Am Ende der Umbauarbeiten waren gut 98 Prozent der städtischen Straßenbeleuchtung in Roßleben sowie den Ortsteilen Bottendorf und Schönewerda auf LED umgerüstet. Bei einer rechnerischen Brenndauer von 4200 Stunden pro Jahr der 940 umgerüsteten Leuchten und einer 50-prozentigen Dimmung als Nachtabsenkung, zusätzlich der bereits auf LED-Retrofit und neuer Beleuchtungskörper, die durch Neubau der Straßenbeleuchtung in den zurückliegenden Jahren entstanden, wurde eine CO2 Einsparung von über 193 Tonnen pro Jahr gegenüber der alten Straßenbeleuchtung erreicht und die Energiekosten auf weniger als ein Viertel der ehemaligen Kosten reduziert.

Derzeit wird eine große Umrüstung auf LED für die Ortsteile Wiehe, Donndorf, Kloster/Kleinroda, Nausitz und Garnbach vorbereitet, die noch in diesem Jahr begonnen und im kommenden Jahr dann abgeschlossen werden soll. Dank der positiven Erfahrungen sei es auch hier gelungen, gemeinsame Kompromisse beim Beleuchtungsniveau und den gewählten Lichtfarben zu finden. (red)