Musikalischer Stadtrundgang als Modell

Sondershausen.  Das Projekt „Musikalische Erlebniswelten in Sondershausen“ wurde erstmals vorgestellt. In der Touristinformation soll es später Platz finden.

Das Modell des musikalischen Stadtrundgangs in Sondershausen wurde von Projektteilnehmer Uwe Rußwurm und Jasmin Harzer, Sozialpädagogin beim Bildungsträger CSC, vorgestellt.

Das Modell des musikalischen Stadtrundgangs in Sondershausen wurde von Projektteilnehmer Uwe Rußwurm und Jasmin Harzer, Sozialpädagogin beim Bildungsträger CSC, vorgestellt.

Foto: Henning Most

Auf dem ersten Blick schaut die Vitrine mit ihren kleinen Häuschen, Türmen, Schloss und Kirchen wie die Kulisse für eine Modelleisenbahn aus. Nur Schienen und Lokomotive fehlen. Gezeigt wird hier das Modell des geplanten musikalischen Stadtrundganges durch Sondershausen. Im Maßstab von 1:1250 haben Projektteilnehmer beim Bildungsträger CSC unter Anleitung von René Most ein Unikat geschaffen. In der neuen Touristeninformation im umgebauten Rathaus von Sondershausen soll es nachdem Ende der Sanierungsarbeiten einen Platz finden. Bis dahin wird es im Eingangsbereich vom Schlossmuseum zu sehen sein.

Im Modell begibt sich der Betrachter optisch auf eine musikalische Zeitreise durch Sondershausen. An 14 Stationen soll der Besucher beim Stadtrundgang Wissenswertes über die Musikgeschichte von Sondershausen erfahren. Hinweistafeln an markanten Gebäuden sind vorgesehen. Los geht der Spaziergang auf dem Marktplatz an der Alten Wache. Auch mittels einer App für Smartphone und Tablet können sich die Besucher über die „Musikwege“ führen lassen.

Ein halbes Jahr haben die Bastler gebraucht, um die Modelllandschaft anzufertigen. Mit großem Elan und Fingerspitzengefühl gingen die Modellbauer ans Werk. Straßenverläufe wurden abgepaust. Dazu wurde reichlich Sperrholz, Modellwasser, Hartschaumplatten und Farben benötigt, auch geschichtliche Recherche war gefragt. Das Objekt bestand aus einzelnen Bauabschnitten, die am Ende zu einem Gesamtwerk zusammengefügt wurden. Gebäude, die schwarz eingefärbt auf dem Modell zu sehen sind, existieren nicht mehr – wie das „Hotel zur Tanne“, in dem einst Franz Liszt logierte.

Mit größeren Modellen, wie denen vom Achteckhaus oder der Trinitatiskirche, wolle man die Betrachter dazu bewegen, die Originale zu besuchen, so die Idee. „Ich und Projektleiter René Most sind stolz auf die Umsetzung des Vorhabens“, sagt Sozialpädagogin Jasmin Harzer.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.