Nach Großeinsatz in Bad Frankenhausen: Weißes Pulver ist nur Mehl

Bad Frankenhausen  Labor ermittelt nach dem Großeinsatz am Teichfeld in Bad Frankenhausen keine gefährliche Substanz. Schüler bekennen sich zu ihrem Malheur mit dem Mehl.

Zum Einsatz von Feuerwehr und Rettungskräften unter Beteiligung des Gefahrgutzuges kam es in Bad Frankenhausen. Zum Glück nichts Ernstes, wie sich zeigte. Foto: Silvio Dietzel

Foto: Silvio Dietzel

Vier Tage, nachdem weißes Pulver in Bad Frankenhausen für einen Großeinsatz von Feuerwehr, Polizei und Rettungskräften sorgte, hat sich die Substanz als harmlos herausgestellt. Das erklärte die Sprecherin der Polizeidirektion in Nordhausen, Fränze Töpfer, gestern auf TA-Nachfrage.

„Wir haben inzwischen die Bestätigung aus dem Labor erhalten, dass es sich bei der weißen Substanz nicht um einen gefährlichen biologischen, chemischen, atomaren oder hochexplosiven Stoff handelt“, sagte Fränze Töpfer. Um welchen Stoff genau es sich handelt, dem gehe das Labor nicht mehr nach. Es hätten sich jedoch Hinweise gemehrt, dass es sich bei dem Pulver um Mehl handele.

Eine Frau hatte am frühen Donnerstagabend vor der Tiefgarage eines Mehrfamilienhauses am Teichfeld in Bad Frankenhausen weißes Pulver zusammengekehrt und danach über Hautreizungen geklagt. Ei-ne Bekannte hatte daraufhin die Feuerwehr alarmiert. Im Einsatz waren neben der Frankenhäuser Wehr auch Kameraden aus den Ortsteilen Udersleben und Seehausen sowie Teile des Gefahrgutzuges aus Artern und Sondershausen-Stockhausen. Der Einsatz ging bis weit nach Mitternacht. Dekontaminationsanlagen wurden errichtet, das weiße Pulver vor Ort mehrfach getestet. Auch ein Versorgungszelt wurde aufgebaut.

Anwohner durften ihre Wohnungen nicht verlassen, der Zutritt zu den Häusern wurde verwehrt. Die zwei Frauen kamen vorsorglich ins Krankenhaus.

Bereits am Freitag habe die Polizei den Hinweis aus einer Regelschule erhalten, dass es sich bei der weißen Substanz um Mehl handele, so die Nordhäuser Polizeisprecherin. Am Wochenende habe die Polizei au­ßerdem per Mail die Mitteilung zweier Schüler erhalten, denen das Malheur mit dem Mehl vor der Tiefgarage passiert war.

„Derzeit ist der Kontaktbereichsbeamte unterwegs, um weitere Informationen zusammenzutragen“, so Fränze Töpfer. Für heute wird aus dem Labor in Bad Langensalza die offizielle Bestätigung erwartet.

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