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Nordhausen  Interview der Woche René Rethfeldt über das Zukunftskonzept von Hydro Nordhausen. Zusammenarbeit auch mit Rivalen in Bleicherode

Der Weißrusse Alexander  Vahanel gehört weiter zum Thüringenliga-Kader von Hydro Nordhausen

Der Weißrusse Alexander  Vahanel gehört weiter zum Thüringenliga-Kader von Hydro Nordhausen

Foto: Christoph Keil

Am Samstag (10 Uhr) eröffnet Hydro Nordhausen gemeinsam mit dem alten Rivalen aus Bleicherode die Tischtennissaison in der Wertherhalle mit einem Training des Nachwuchses und der Thüringenliga-Spieler und einem Test gegen die Kalistädter (15 Uhr). Seit gut einem halben Jahr hat sich viel getan beim TTV Hydro. Klassenerhalt mit kurzfristig verpflichteten Topspielern und der Beginn des Aufbaus eines Nachwuchszentrums. Verantwortlich dafür ist Rene Rethfeldt, der stellvertretende Vereinsvorsitzende, und seine TTV-Vorstandskollegen. Der Sachverständige für Biomedizinische Technik, der am Samstag seinen 37. Geburtstag feiert, will die Entwicklung weiter voran treiben.

Wie ist die Stimmung im Verein vor der neuen Saison?

Gut. Die Spiele mit viel Publikum in Werther halle haben uns Schwung verpasst. Erstmals seit langer Zeit starten wir mit zehn Teams in die Saison.

Dass die „Alten“ jetzt in tieferen Ligen spielen müssen, hat keine Proteste ausgelöst?

Natürlich sind nicht immer alle einer Meinung, aber wir versuchen, unsere Mitglieder auf dem neuen Weg abzuholen. Ich spiele jetzt bei Hydro III in der 2. Bezirksliga. Man hat seiner aktuellen Leistung gemäß weiter unten mehr Erfolgserlebnisse.

In der Vorsaison wurde der Klassenerhalt in der Thüringenliga quasi im letzter Minute „erkauft“. Wie sieht die neue Hydro-Mannschaft aus?

Alex Vahanel aus Weißrussland ist geblieben, Neu im Team ist Andreas Wenzel, der von Post Mühlhausen kam. Andreas ist unsere neue Nummer eins. Er studiert in Jena wird aber als Nachwuchsleiter das Projekt des Leistungszentrums steuern.

Wer spielt weiter für Hydro I?

Wie haben Adrian Spychala aus Polen als Nummer zwei verpflichtet. Dann natürlich unser Markus Domnick. Martin Wiegner war so begeistert von uns, dass er geblieben ist. Er hat seinen Kumpel Patrick Skolnizak mitgebracht. Auch unser Eigengewächs Laurenz Fehling wird seine Einsätze bekommen. Er steht als Weltmeister bei den Kleinwüchsigen für Inklusion und Nachwuchs beim TTV.

Wie lautet das Saisonziel?

Wir wollen oben mitspielen. Den Aufstieg haben wir nicht als Ziel vorgegeben. Wenn es natürlich gut läuft, wehren wir uns nicht. Härteste Konkurrenten sind Post Mühlhausen II sowie der USV und Schott Jena.

Wann geht es los?

Am 14. September (17 Uhr) zuhause gleich mit dem Derby gegen den TTV Bleicherode.

Wie weit ist das Projekt Nachwuchsleistungszentrum?

Es gibt zwei Schülerteams in den Ligen. Zum Training von Kathleen Sander, Stanislav Bondarenko und nun auch Niclas Baumgärtel mit Übungsleiter C-Ausbildung kommen aber so zwischen 15 und 25 Kinder .

Wann wir die Halle saniert?

Wir haben noch nichts gehört, dass sich bald etwas tun soll. Eine Dusche hatten wir ja in Eigeninitiative schon renoviert. Leider ist der Zustand der Toiletten weiter beklagenswert. Aber zum Spielen ist die Halle okay.

Was dürfen die Fans am Samstag zur Eröffnung erwarten?

Am Vormittag trainieren die Thüringenliga-Spieler mit dem Nachwuchs und spielen ein Turnier. Ich habe auch die Vereine aus dem Landkreis eingeladen. Am Nachmittag gibt es 15 Uhr das Testspiel Hydro gegen Bleicherode. Natürlich bleiben wir Konkurrenten, aber wir müssen mehr gemeinsam tun und dabei auch alte Zöpfe abschneiden.

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