Pilzsammler können sich künftig in Sondershausen beraten lassen

Sondershausen  Klaus-Dieter Clauberg ist Pilzberater in Bad Frankenhausen und erweitert seine Dienstleistung jetzt auch auf Sondershausen.

Seit Jahren suchte die Stadt Sondershausen händeringend einen Pilzberater. Jetzt hat sie ihn. Klaus- Dieter Glauberg aus Bad Frankenhausen bietet seit gestern diese Beratung im Ortsteil Bebra zweimal in der Woche an.

Seit Jahren suchte die Stadt Sondershausen händeringend einen Pilzberater. Jetzt hat sie ihn. Klaus- Dieter Glauberg aus Bad Frankenhausen bietet seit gestern diese Beratung im Ortsteil Bebra zweimal in der Woche an.

Foto: Henning Most

Klaus-Dieter Clauberg kommt aus Bad Frankenhausen und ist ein leidenschaftlicher Pilzsammler. Bereits seit den 1970er-Jahren bietet er eine Pilzberatung in seiner Heimatstadt an. Hier können Hobby-Sammler die gefundenen Pilze kostenlos begutachten lassen. Zu DDR-Zeiten hatte er überdies extra eine Ausbildung zum Pilzberater absolviert und auch das Recht erworben, mit Pilzen zu handeln.

Die Stadt Sondershausen hatte auf Drängen einiger Stadträte einen neuen Pilzberater gesucht. Seit vielen Jahren arbeitete in der Kreisstadt keiner mehr. Deswegen hatte Bürgermeister Steffen Grimm vor etwa vier Wochen Clauberg kontaktiert, der daraufhin auch zusagte. Seine Pilzberatung bietet er seit gestern jeweils dienstags und freitags von 10 bis 12 Uhr.

In diesem Jahr zweifelt Klaus-Dieter Clauberg allerdings an der Sinnhaftigkeit seiner Tätigkeit. Wie schon im vergangenen Jahr wachsen kaum Pilze. Die Wälder sind zu trocken, und es gebe auch weiterhin kaum Niederschläge. Im August hätte es regnen müssen, seiner Erfahrung nach etwa zwischen 75 und 160 Millimeter. „Davon waren wir jedoch durch den trockenen Sommer weit entfernt“, so Clauberg. Die Beratungszeiten seien auch etwas ungünstig. Seiner Erfahrung nach sammeln die meisten Leute am Wochenende Pilze, welche sie demnach erst am Dienstag begutachten lassen könnten, bis dahin seien die Pilze aber entweder schon schlecht oder vertrocknet.

Auch er selbst konnte in diesem Jahr bisher kaum Pilze finden und lebt daher immer noch von denen, die er vor zwei Jahren gefunden und getrocknet hat. Einen Tipp, den er allen Pilzsammlern geben kann, ist, nach Baumpilzen Ausschau zu halten. Wenn man sie mit der Baumrinde zusammen abschneide, eignen sie sich wunderbar als Deko oder auch als Weihnachtsgeschenk.

Klaus-Dieter Clauberg ist in der Zeit vom 10. September bis 31. Oktober dieses Jahres, jeweils dienstags und freitags von 10 bis 12 Uhr, in der Sonders-häuser Margaretenstraße 24a für Pilzberatungen zu sprechen. Individuelle Termine mit ihm können auch telefonisch unter 034671 / 782 92 vereinbart werden.

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