Preisgekröntes Federvieh

Großenehrich.  Zur Rassegeflügelschau in Großenehrich wird 16 mal die Höchstnote „Vorzüglich“ vergeben.

Maik Dörre (links), Vorsitzender vom Kreisverband der Geflügelzüchter mit einem Sussex braun-porzellanfarbig und Torsten Specht, Vorsitzender des Sondervereins der Sussex-Züchter Thüringen, mit einer Zwergsussex-Henne weiß-schwarz columbia, bei der Rassegeflügelschau in Großenehrich. Hier hatten 48 Züchter 370 Tiere ausgestellt. 16 mal wurde die Höchstnote "Vorzüglich" vergeben.

Maik Dörre (links), Vorsitzender vom Kreisverband der Geflügelzüchter mit einem Sussex braun-porzellanfarbig und Torsten Specht, Vorsitzender des Sondervereins der Sussex-Züchter Thüringen, mit einer Zwergsussex-Henne weiß-schwarz columbia, bei der Rassegeflügelschau in Großenehrich. Hier hatten 48 Züchter 370 Tiere ausgestellt. 16 mal wurde die Höchstnote "Vorzüglich" vergeben.

Foto: Christoph Vogel

„Das Niveau ist sehr gut. Es ist eine schöne Schau mit vielen Spitzentieren“, sagt Maik Dörre. Der Chef des Kreisverbands der Geflügelzüchter ist am Samstag bei der Rassegeflügelschau in Großenehrich, der eine Ausstellung des Sondervereins der Sussex- und Zwergsussex-Züchter Thüringens angeschlossen ist. 48 Züchter aus dem Landkreis und darüber hinaus haben zur 27. landesoffenen Rassegeflügelschau des Großenehricher Vereins rund 370 Zwerghühner, Perlhühner, Enten, Tauben und Sussex ausgestellt. Die Vielfalt bezüglich der gezeigten Rassen und deren Farbschläge bewertete der Kreisverbands-Chef ebenfalls als überaus positiv.

Die Preisrichter nehmen bei ihrer Bewertung unter anderem Größe, Form, Farbe, Pflegezustand und Gewicht – jeweils für die Rasse typisch – genauer unter die Lupe. Fünf ausgebildete Preisrichter waren es am Samstag. Das Ergebnis ihrer Bewertung kann sich sehen lassen. Immerhin 16 Mal konnte die Bestnote „Vorzüglich“ vergeben werden. Im Schnitt gebe es unter 60 Tieren nur eins, das die Höchstnote erhält, erklärt Uwe Müller, Vorsitzender des gastgebenden Rassegeflügelzuchtvereins Großenehrich und Umgebung. Mit dem Zuspruch der Aussteller und Besucher sei er sehr zufrieden, bedenkt man, dass zeitgleich die Kreisschau in Heldrungen und eine weitere Ausstellung in Nordhausen stattgefunden hat.

Erfreut sei er auch ob der Tatsache, dass sich zwei Jugendliche unter den Ausstellern befanden. Das wäre gut, „fürs Überleben der Rassegeflügelzuchtvereine, aber viel zu wenig“, macht Vereinsmitglied Ralf Härting aus den großen Nachwuchsproblemen keinen Hehl. So gebe es im ganzen Kreis nur etwa eine Handvoll Jugendliche, die sich dem Hobby widmen. Als Ursache nennt Härting fehlendes Interesse. Auch die Tatsache, dass Tiere das ganze Jahr über versorgt, gefüttert und gepflegt werden müssen, spiele hier eine große Rolle. Da müsse man schon Verantwortung übernehmen. „Einen Computer kann man abschalten, wenn man keine Lust mehr hat. Bei Tieren geht das nicht“, macht der Züchter deutlich. Mit verstärkter Öffentlichkeitsarbeit und eben solchen Ausstellungen wie am Samstag will der Verein versuchen, künftig Nachwuchs zu gewinnen. Bisher sei dies nur gelungen, wenn Kinder oder Enkel von Vereinsmitgliedern nachgerückt sind.

Im vergangenen Jahr hatte der Großenehricher Verein sein 50-jähriges Jubiläum, momentan zählt er 14 Mitglieder. Ob der im nächsten Jahr wieder zu einer landesoffenen Schau einladen kann, war am Samstag noch offen. Denn für einige Vereinsmitglieder sei es alters- und krankheitsbedingt nicht einfach, die Organisation einer derartigen Schau zu stemmen. „Das entscheiden wir beim nächsten Treffen“, so Müller. Lange könne man mit der Entscheidung nicht warten. Denn bereits in zwei, drei Wochen müsse man eigentlich schon mit den Vorbereitungen für die 28. Auflage beginnen. „Die Preisrichter müssen rechtzeitig bestellt werden, sonst bekommt man keine mehr“, erklärt Uwe Müller. Er und Ralf Härting aber denken schon, dass es 2020 wieder eine Rassegeflügelschau gibt. Sie geben sich optimistisch.

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