Radfahrer stört Betonschutt am Radweg bei Berka

Berka.  Ein Haufen alter Betonteile verschandelt die Landschaft am Unstrut-Werra-Radweg bei Berka. Behörden aber sind fürs Aufräumen nicht zuständig.

Am Unstrut-Werra-Radweg bei Berka türmen sich Betonreste und alte Eisenbahnschwellen seit Jahren.

Am Unstrut-Werra-Radweg bei Berka türmen sich Betonreste und alte Eisenbahnschwellen seit Jahren.

Foto: Timo Götz

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Alte Bahnschwellen aus Beton türmen sich wüst übereinandergeworfen nur ein paar Meter entfernt vom Unstrut-Werra-Radweg bei Berka. Sie wurden dort wahrscheinlich schon fallen gelassen, als die ehemalige Bahntrasse für die neue Radroute abgerissen wurde. Fast so lange stört die Bauschutthalde bereits den eifrigen Radfahrer Dieter Strödter aus Sondershausen, wie er in einem Schreiben an die Redaktion mitteilt.

Aufräumen lassen wird die Kreisverwaltung dort aber nicht, obwohl sie den Bau des Radweges in Auftrag gegeben hatte. Das war auf Nachfrage im Landratsamt zu erfahren. Dort hieß es, grundsätzlich sei die Kommune, durch deren Gebiet der jeweilige Radweg-Abschnitt führt, für Sauberhaltung und Pflege der Anlage zuständig. Darüber hinaus gebe es bisher keine Hinweise darauf, dass bei Berka unrechtmäßig Bauschutt abgelagert sei. Anderenfalls müsste die Umweltbehörde des Kreises dafür sorgen, dass die illegale Halde beseitigt wird.

Schutt liegt wahrscheinlich auf Privatgrund

Den Schutt wegzuräumen, dazu sieht sich allerdings auch die Stadt Sondershausen, die für den Unterhalt des Radweges bei Berka zuständig ist, nicht in der Pflicht. Es sei nicht bekannt, dass es auf dem Grundstücksstreifen, auf dem der Radweg verläuft, verbotene oder nur unschöne Ablagerungen gibt, war aus dem städtischen Bau- und Ordnungsamt zu erfahren. Die Stadt müsse nur einen Bereich von vier Metern links und rechts vom Radweg sowie die Bitumenbahn selbst sauberhalten. Die Schutthalde liegt zwei, drei Meter weiter von der Piste entfernt. Wahrscheinlich sogar auf privatem Grund- und Boden, wie in der Bauverwaltung vermutet wird. So lange davon keine Gefahr für Menschen oder Umwelt ausgehe, könnten weder Stadt noch Kreisverwaltung verlangen, dass dort aufgeräumt wird.

Inzwischen ist Strödter der bereits von wildem Gesträuch überwucherte Dreckberg aber ein echter Dorn im Auge. Er habe nämlich beobachtet, dass sich dort nach und nach immer mehr kaputte Betonteile ansammeln und die Halde regelmäßig auch zum Abladen von Grünabfall missbraucht wird, schreibt er. Deshalb sollten die Behörden endlich etwas unternehmen, bevor dort auch noch anderer Müll abgeladen wird.

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