Ramelow zu Besuch in Clingen

Clingen  Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow besucht auf seiner Sommertour zwei innovative Unternehmen in Clingen und Ebeleben.

Mike Ackermann (rechts im Bild) spielt für eine Ladesäule für E-Autos ein Softwareupdate auf.

Mike Ackermann (rechts im Bild) spielt für eine Ladesäule für E-Autos ein Softwareupdate auf.

Foto: Christoph Vogel

Im Rahmen seiner Sommertour besuchte Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) gestern zwei Unternehmen im Kyffhäuserkreis. Den Auftakt bildete die GSAB Elektrotechnik GmbH mit je einer Produktionsstätte in Greußen und Clingen. Das Unternehmen stellt unter dem Motto „Strom im Freien“ unter anderem Ladesäulen für E-Autos, Festplatz- und Marktplatzschränke, Zähleranschluss- und Straßenbeleuchtungssäulen, Elektro-Poller und Hausanschlusskästen her. Damit werden Stromnetzbetreiber, Elektrogroßhandel sowie Schaltanlagenbauer beliefert.

Dass die in Clingen und Greußen hergestellten Produkte praktisch in ganz Deutschland zu finden seien, machte Hartmut Vonnoe den Gästen anhand einer Präsentation deutlich. Diese enthielt Bilder einer Ladesäule in Berlin, von Schaltschränken an der Strandpromenade in Binz oder einem Wohnmobil-Stellplatz in Oberhof.

„Wir sprechen heute mal über Elektromobilität“, sagte Geschäftsführer Hartmut Vonnoe zur Begrüßung des Ministerpräsidenten und der Kyffhäuser-Landrätin Antje Hochwind-Schneider (SPD).

So habe man im Unternehmen zwei E-Autos, eins davon für den Außendienst im Einsatz. Passend dazu steht eine öffentliche Ladesäule, die hier produziert wurde, auf dem Parkplatz des Unternehmens in Greußen, erzählt der Firmen-Chef. Diesen Weg möchte man im Unternehmen weiter beschreiten und die Elektromobilität in Zukunft noch mehr in den Fokus rücken.

Er berichtete auch von der guten Zusammenarbeit mit der Diakonie in Bad Langensalza, die bereits seit mehr als zwei Jahren besteht. Einen Teil der Produktion habe man dorthin ausgelagert – in den Werkstätten der Diakonie werden System- beziehungsweise Steckdosenleisten für Fest- und Marktplatzschränke hergestellt – und möchte das Portfolio sogar noch erweitern. Dafür sind momentan fünf Mitarbeiter der Werkstätten aus Bad Langensalza drei Tage lang zum Anlernen in Clingen. Bodo Ramelow zeigte sich von der Präsentation und der anschließenden Führung durch das Unternehmen beeindruckt. „Ich finde es großartig, was sie hier machen“, sagte der Ministerpräsident.

Dies bezog sich sowohl auf die Produktion, in der verschiedene Werkstoffe so verbunden werden, dass ein lösungsorientiertes Produkt daraus entsteht, welches beim Kunden gefragt ist, als auch auf die Zusammenarbeit mit der Diakonie in Bad Langensalza. Denn auch der Ministerpräsident besuche regelmäßig Werkstätten der Diakonie, in denen heutzutage hoch qualifizierte Arbeit geleistet würde.

Derzeit sind bei der GSAB etwa 50 Mitarbeiter beschäftigt. Das Unternehmen bildet selbst Fachkräfte aus. Einzig an interessierten Auszubildenden würde es mangeln, beklagt der Geschäftsführer.

So würde er noch für das im August beginnende Ausbildungsjahr junge Leute einstellen, die den Beruf des Energieelektronikers für Betriebstechnik erlernen möchten. „Drei könnten wir sofort einstellen“, sagt Hartmut Vonnoe. Als Voraussetzung nennt er akzeptable schulische Leistungen in Mathematik sowie den naturwissenschaftlichen Fächern, speziell in der Physik.

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