Schlosshof Sondershausen wird für Großereignisse aufgerüstet

Sondershausen.  Neue Stromverteiler im Schlosshof von Sondershausen geben eine gute Grundlage für mehr Großveranstaltungen wie die Schlossfestspiele

Auf dem Schlosshof in Sondershausen könnte es demnächst  mehr Veranstaltungen geben.

Auf dem Schlosshof in Sondershausen könnte es demnächst mehr Veranstaltungen geben.

Foto: Henning Most

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Energie für rauschende Feste, riesige Bühnenshows oder dutzende Marktbuden und Festzelte gibt es jetzt auf dem Hof vom Schloss in Sondershausen an jeder Ecke. Aus sieben neuen Senkelektranten, verteilt entlang der Schlossmauern rund um das Hofareal könnten Veranstalter auch für Großereignisse mit historischem Ambiente Strom zapfen. Wie oft die modernen Energieverteiler schon in der Freiluftsaison zum Einsatz kommen, steht ist offen.

Spätestens bei den Schlossfestspielen würden die Steckdosensäulen, die im Untergrund verschwinden, wenn sie nicht gebraucht werden, dringend benötigt, erklärt Schlossverwalter Manuel Mucha. Das Festival werde wieder im Hof des Residenzschlosses stattfinden.

Zweimal war die Hauptbühne im Lustgarten aufgebaut worden, erst, weil der Nordflügel, vor dem die Zuschauertribüne sonst steht, einzustürzen drohte. Dann noch einmal, weil der gefährdete Gebäudeteil gesichert und leergeräumt werden musste. Diesmal kehrt das Großereignis wieder an die alte Spielstätte zurück. Dort müssen nicht mehr bündelweise Kabel für die Elektrik durch Türen oder Fenster auf den Hof verlegt werden. Die neuen Energieverteiler waren eingebaut worden, als Teile des Schlosshofes im vergangenen Jahr ohnehin aufgerissen werden mussten, um die maroden Entwässerungskanäle zu erneuern.

Das habe die Chance eröffnet, auch gleich das Problem der improvisierten Stromversorgung zu lösen, erklärte Mucha. Dabei hatte die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten schon im Auge, den Schlosshof mit seiner malerischen Gebäudekulisse noch häufiger als bisher mit Veranstaltungen beleben zu lassen. Mit dem neuen Stromverteilernetz ist nun zumindest eine technische Hürde für solche Vorhaben aus dem Weg geräumt.

Nun müssten nur Veranstalter die neuen Möglichkeiten nutzen. Die Stadt Sondershausen hat Ideen, zaudert aber noch. Ob beim Residenzfest Ende Mai auch der Schlosshof mit einbezogen werden soll, weiß der Schlossverwalter bislang noch nicht. Noch weniger, ob tatsächlich der Sondershäuser Weihnachtsmarkt auf dem Areal stattfindet. Die Rede sei immerhin schon davon gewesen, so Mucha.

Für den Schlossverwalter sind bislang allein die Schlossfestspiele im Juni und Juli eine feste Größe, an denen er die Pläne für die weitere Sanierung des Schlosshofes ausrichtet. Dort muss nach den Kanalarbeiten vom Vorjahr nun die Pflasterdecke über den nur provisorisch verschlossenen Baugräben originalgetreu wieder hergestellt werden. Die Steine sind dabei nach einem System anzuordnen, dass ein exaktes Muster konzentrischer Kreise um den Herkulesbrunnen ergibt, das sich über die gesamte Hoffläche erstreckt. Unterbrochen wird es nur durch ebenfalls vorgegebene Lauftrassen auf denen die Steine in geraden Reihen ausgerichtet sind.

Das Pflaster nach diesen Vorgaben wieder herzustellen, werde mehrere Monate in Anspruch nehmen, plant Mucha voraus. Deshalb würden die Arbeiten in zwei Abschnitte aufgeteilt. Einer werde vor die Schlossfestspiele gelegt. Fertig könne das Pflaster dann erst nach der Großveranstaltung verlegt werden.

Außer den Restarbeiten an der Oberfläche des Hofes sind laut Mucha in den kommenden Monaten keine anderen Bauvorhaben am Schloss geplant, die Veranstaltungen auf dem Schlossareal im Wege stünden. Für die notwendige Sanierung vom Nordflügel und eventuell auch Teilen vom Turm gebe es bislang noch keine umsetzbaren Konzepte. Zuvor müssten ohnehin noch bautechnische Untersuchungen an den Gemäuern stattfinden. Draußen kann derweil kräftig gefeiert werden.

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