Riesenstau auf Ortsumfahrung Sondershausen

Sondershausen  An der Auffahrt Sondershausen-Bebra wird der gesamte Verkehr bis nächste Woche über eine einzige Spur gefädelt. Der Stau hat mit einer Ampel zu tun, die nicht richtig herum stand.

Auch in Richtung Nordhausen müssen die Kraftfahrer am Anschlussknoten Sondershausen-Bebra von der Bundesstraße 4 jetzt die linke Rampe benutzen. Weil eine Ampel den Gegenverkehr regelt, ist zu Stoßzeiten eine Menge Geduld gefragt, bevor das Nadelöhr passiert werden kann . 

Auch in Richtung Nordhausen müssen die Kraftfahrer am Anschlussknoten Sondershausen-Bebra von der Bundesstraße 4 jetzt die linke Rampe benutzen. Weil eine Ampel den Gegenverkehr regelt, ist zu Stoßzeiten eine Menge Geduld gefragt, bevor das Nadelöhr passiert werden kann . 

Foto: Henning Most

Mit 50 Sachen rollt der Verkehr bereits über die fast fertige Umgehungsstraße in Sondershausen – bis er an der Abfahrt Sondershausen vor einer Ampel komplett zum Stehen kommt. Am Montagabend kamen die Autofahrer aus Richtung Erfurt an der Lichtsignal­anlage fast gar nicht mehr vom Fleck, bis zur Kreuzung im Grass staute sich der Verkehr zeitweise zurück. Nur stockend ging es auf dieser Fahrbahnseite voran, während die Fahrzeuge in der Gegenrichtung flüssig durch den neuen Baustellenengpass fuhren. Seit Montag wird der Straßenbelag auf der Bundesstraße 4 unterhalb der Brücke und auf den Rampen der Abfahrt Sondershausen bei Bebra ausgetauscht.

Schuld an der einseitigen Behinderung sei ein technisches Problem an der Ampelanlage gewesen, erklärt Winfried Ludolph vom Thüringer Landesamt für Bau und Verkehr – Region Nord . „Der Standfuß, an dem die Ampel für den Verkehr Richtung Nordhausen befestigt ist, war verdreht. Deshalb erfasste der Sensor, der registrieren soll, wenn sich Fahrzeuge nähern, nicht den korrekten Bereich. Die Ampel schaltete deswegen auf dieser Seite in kürzeren Intervallen als vorgesehen.“ Am Dienstagmorgen sei das Problem bereits behoben gewesen. „Wir haben im morgend­lichen Stoßverkehr Messungen durchführen lassen. Demnach konnten in beiden Richtungen jeweils bis zu 50 Fahrzeuge die Baustelle passieren, bevor die Ampel wieder umstellte.“

Während der Bauzeit am Anschlussknoten Sondershausen-Bebra werden die Fahrzeuge in beiden Fahrtrichtungen jeweils nur über eine der beiden Rampen rechts und links der Brücke, die dort die Bundesstraße überspannt, geführt. Im Moment wird dafür die Auf- und Abfahrt benutzt, die sonst nur für den Verkehr in Richtung Erfurt zur Verfügung steht. Auf der stadtnäheren Rampe war gestern bereits der alte Belag entfernt worden. Heute könne wahrscheinlich schon damit begonnen werden, die Abzweige und auch die Hauptfahrbahn mit Bitumen neu zu versiegeln, kündigte Ludolph an. „Am Donnerstag nächster Woche könnte schon alles fertig sein und der Verkehr wieder ungehindert rollen“, erklärt er weiter.

Eben damit die Straße zügig erneuert werden könne und die Autofahrer nicht länger als nötig unter den Einschränkungen durch die Baustelle zu leiden hätten, würden Auffahrtsrampen und Fahrbahn auf einer Seite immer gleichzeitig erneuert, so Ludolph weiter. „ Dafür sind die Gegebenheiten mit den beidseitigen Rampen am Sondershäuser Abzweig sogar ideal. Hier kann der Verkehr immer noch einen Teil der Straße benutzen. Bei anderen Baustellen, gerade auf der B 4, müssen die Kraftfahrer statt eines Tempo­limits und einer überschaubaren Wartezeit an einer Ampel Umleitungen von vielen Kilometern in Kauf nehmen.“ Auf der Sondershäuser Ortsumfahrung habe die Straße während der gesamten Bauphase nie voll gesperrt werden müssen.

„Wir bauen ja auch nicht, um die Autofahrer zu ärgern. Nach zehn Jahren muss ein von so vielen Lkw strapazierter Belag, wie der auf der Ortsumfahrung von Sondershausen, ausgetauscht werden, um größeren Schäden an der Fahrbahn vorzubeugen. Muss die Straße erst grundhaft erneuert werden, sind die Belastungen für die Autofahrer noch höher, weil einfach länger gebaut werden muss“, gibt der Vizechef vom Straßenbauamt zu bedenken. In Sondershausen sei bislang alles glatt gelaufen, und obwohl die Umgehungsstraße weiter befahren war, sei die neue Decke termingerecht und in der gewünschten Qualität gefertigt worden. „Klar häufen sich die Straßenbaustellen immer im Sommer und an so einer wichtigen Verbindung wie der B 4 fallen die Beeinträchtigungen immer besonders ins Gewicht. Schlimmer wäre es für die Autofahrer aber sicherlich, wenn sie überall über kaputte Straßen rumpeln müssten.“

Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.