Roßlebener Bergmannsverein zieht Bilanz

Roßleben.  Vereinsheim Zum Füllort auf Vordermann gebracht. Kumpeltreffen und Mettenschicht noch ungewiss.

Auf ihrer Exkursion in die Grube Teutschenthal besichtigten einige Mitglieder des Roßlebener Bergmannsvereins die Technik. Das Foto entstand vor Corona.

Auf ihrer Exkursion in die Grube Teutschenthal besichtigten einige Mitglieder des Roßlebener Bergmannsvereins die Technik. Das Foto entstand vor Corona.

Foto: Georg Roscher

Wieder einmal in eine Kaligrube einfahren, unter Tage die Bergbautechnik ansehen, die man von früher kennt: Die Mitglieder des Roßlebener Bergmannsvereins Glückauf konnten sich diesen Wunsch mit einer Exkursion in die Grube Teutschenthal erfüllen. Das war Anfang März, und die Erinnerung daran ist noch immer emotional.

Auch aus einem zweiten Grund, wie Vereinsvorsitzender Wolfgang Hannig auf der Mitgliederversammlung am Samstag darlegt. Nach diesem Höhepunkt im Vereinsleben kam Corona. Der Jahresplan war nur noch Makulatur. Frauentagsfeier, Kumpeltreffen und die Feier zum Bergmannstag konnten nicht stattfinden. „Für den Bergmannstag organisierten wir einen kleinen Ersatz im Juli: einen bergmännischen Frühschoppen nur für Vereinsmitglieder im Vereinsheim Zum Füllort“, schildert Hannig im Bericht.

Im Füllort selbst hat sich im Frühjahr einiges getan. „Es gab eine Erdgasheizung, die Elektroleitungen und die Spülkästen für Toiletten wurden erneuert“, listet der Vorsitzende auf und dankt der Stadt für die Unterstützung. Im Außenbereich legten die Bergkameraden vergangene Woche selbst Hand an, um alles auf Vordermann zu bringen.

Wie es um das demnächst geplante Kumpeltreffen, um Barbarafeier und Mettenschicht steht, wird die Entwicklung zeigen. Schon jetzt haben die Roßlebener aber den 5. Thüringer Bergmannstag im Blick, den der Bleicheröder Bergmannsverein im September 2021 veranstaltet.

Zur Sprache brachten die Bergleute ebenso die Anfang Juni ausgestrahlte MDR-Dokumentation „Renaissance Kali Südharz?“, für die auch in Roßleben gedreht wurde. Sie geht der Frage nach, ob es eine Zukunft für den Kalisalzabbau in der Region gibt. Für die Roßlebener ist das durchaus denkbar.

34 Mitglieder zählt der Verein. Darunter sind auch drei aktive Bergmänner. Georg Roscher, der im Versatzbergwerk Teutschenthal arbeitet, ist einer von ihnen. Er hatte den Ausflug in seine Grube organisiert.