Der Frostschneckling ist Pilz des Monats Januar

Kyffhäuserkreis  Schleimige Hülle mit leckerem Kern: Hygrophorus hypothejus.

Erkennungsmerkmale des Frostschnecklings - auch gelbblättriger Schneckling genannt - sind das zarte gelb am Stiel sowie an den Lamellen und sein olivbrauner, im Alter immer heller werdender Hut.

Erkennungsmerkmale des Frostschnecklings - auch gelbblättriger Schneckling genannt - sind das zarte gelb am Stiel sowie an den Lamellen und sein olivbrauner, im Alter immer heller werdender Hut.

Foto: Daniela Schrimpf

Nächtliche Fröste unter fünf Grad Celsius stoßen diesen Winterpilz an, seine schmackhaften Fruchtkörper zu bilden. Er ist der letzte Bodenpilz des Jahres, der sich sogar ab und zu ein Erholungsjahr gönnt und uns vergeblich nach ihm schauen lässt.

Man findet ihn ab Oktober bis in den März hinein besonders an Waldrändern und Waldwegen unter jungen Kiefern. Er mag neutralen bis sauren, sandigen Boden. Meist tritt er stellenweise und in Massen auf.

Erkennungsmerkmale des Frostschnecklings - auch gelbblättriger Schneckling genannt - sind das zarte gelb am Stiel sowie den Lamellen und sein olivbrauner, im Alter immer heller werdender Hut. Charakteristisch laufen die weit voneinander stehenden Lamellen am Stiel ein wenig herab. Junge Exemplare zeigen in der Hutmitte einen kleinen dunkleren Buckel. Zudem ist der Hut anfänglich gewölbt, verflacht dann, und bildet abschließend eine Mulde.

Bei Feuchtigkeit wird der Pilz sehr schleimig. Daher hat er seine Bezeichnung als Schneckling. Man kann ihn kaum pflücken, weil sich die schmierigen Stiele schlecht greifen lassen. Zudem sind Frostschnecklinge nicht besonders groß, was die Ernte zusätzlich erschwert.

Ein warmes Salzwasserbad hilft beim Lösen des oberflächlichen Schleims. Trotz dieses eher unappetitlichen Aspekts, duftet er sehr angenehm süßlich bis obstartig und schmeckt lieblich mild. Am besten eignet er sich als Suppenpilz und in Mischpilzgerichten. Der Schleim verschwindet beim Kochen und Braten. Wegen seiner bissig-festen Konsistenz wird er von manchen auch roh in Salaten oder getrocknet als knuspriger Snack verarbeitet. Dieser Pilz ist kaum zu verwechseln, dennoch gibt es ähnliche Arten. Von den rund 40 Schnecklingsarten sind keine als giftig und einige als gute Speisepilze bekannt.

Einer dieser Verwandten ist der Lärchenschneckling (Hygrophorus lucorum). Dieser geht eine Symbiose mit Lärchen. Er steht einzeln bis gesellig und bevorzugt kalk- und lehmhaltige Böden. Der Lärchenschneckling ist sehr schmackhaft, sollte allerdings nur bei vermehrtem Vorkommen gesammelt werden. Er riecht angenehm fruchtig und ist mild würzig im Geschmack. Sein leuchtend zitronengelber Hut ist flach und leicht gebuckelt, später dann trichterförmig und etwas ausgeblichen.Ein klebriger Schleier verbindet bei ganz jungen Exemplaren den Hutrand mit dem Stiel. Bei Feuchtigkeit wird die Hutoberfläche schleimig, was das Säubern eindeutig erschwert. Seine eher dicken Lamellen sind am Stiel leicht herablaufend angewachsen. Der Stiel ist oft etwas gebogen und manchmal schwach beflockt. Verwechseln kann man ihn mit dem oben beschriebenen Frostschneckling oder zum Beispiel dem orangegelben Lärchenschneckling (orange Farbe und rötlicher Hutbuckel).