Schon 1000 Anträge auf Briefwahl in Sondershausen

Kyffhäuserkreis  64.800 Bürger sind im Kyffhäuserkreis in zwei Wahlkreisen zur Landtagswahl aufgerufen. Ausreichend Wahlhelfer sind schon gefunden worden.

Kreiswahlleiter Heinz-Ulrich Thiele und Schriftführerin Antje Mund haben alle Unterlagen für die Wahl vor zwei Wochen an die Verwaltungen versendet.

Kreiswahlleiter Heinz-Ulrich Thiele und Schriftführerin Antje Mund haben alle Unterlagen für die Wahl vor zwei Wochen an die Verwaltungen versendet.

Foto: Dirk Bernkopf

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In Sondershausen kann seit Montag bereits gewählt werden – per Brief oder persönlich im Bürgerbüro der Stadt. Schon 1000 wahlberechtigte Sondershäuser haben davon Gebrauch gemacht und ihre Briefwahlunterlagen beantragt. Möglich sei das per Brief, E-Mail, Fax oder auch auf der Internetseite der Stadt Sondershausen, erklärte Wahlleiter Stefan Aschenbrenner. Bis zum Wahltag werden es rund 3000 sein, schätzt Sondershausens Wahlleiter.

Dass die Briefwahl immer beliebter wird, bestätigt auch Kreiswahlleiter Heinz-Ulrich Thiele. In den 1990er-Jahren haben etwa 10 Prozent der Wahlberechtigten die Möglichkeit zur Briefwahl genutzt. Inzwischen seien es mehr als 20 Prozent der Wahlberechtigten.

Zur Landtagswahl am 27. Oktober sind in den beiden Wahlkreisen im Kyffhäuserkreis rund 64.800 Bürger aufgerufen. Sie alle sollten inzwischen ihre Wahlunterlagen erhalten haben. Vor 14 Tagen seien Stimmzettel, Briefumschläge und die Briefwahlunterlagen an die Gemeinden im Landkreis verschickt worden. Damit alles reibungslos verläuft, war der Kreiswahlleiter sogar persönlich vor Ort und zwar in der Gemeinde Niederorschel. Teile der Eichsfelder Gemeinde gehören in diesem Jahr zum Wahlkreis 10 (Kyffhäuserkreis I und Eichsfeld III). Wahlberechtigte Bürger der Ortsteile Deuna, Gerterode und Vollenborn wählen nicht die Direktkandidaten im Eichsfeld, sondern aus dem Kyffhäuserkreis. Die neue Zuordnung stieß auf wenig Begeisterung, zumal die übrigen Ortsteile der Gemeinde im Eichsfeld wählen. „Die Zusammenarbeit auf Verwaltungsebene aber läuft hervorragend“, erklärte Thiele.

Wähler können in beiden Wahlkreisen ihre Erststimme jeweils sieben Kandidaten von sieben Parteien und Vereinigungen schenken. Bei der Zweitstimme muss die Wahl zwischen 18 Parteien und Listen fallen. Das mache das Auszählen weniger langwierig als zur Kommunalwahl im Mai dieses Jahres. Damals musste mancher Wähler Kreuze auf bis zu fünf verschiedenen Wahlzetteln machen und hatte mitunter gleich drei Stimmen zu vergeben. Dass die Stimmzettel beim Auseinanderfalten bis tief unter den Tisch in der Wahlkabine fielen, war eine weitere Erschwernis und sorgte für teils lange Schlangen vor den Wahllokalen.

Zur Landtagswahl fällt der Wahlzettel deutlich kleiner aus, Mit knapp 49 Zentimeter passt er komplett auf den Tisch. Mit Ergebnissen rechnet der Kreiswahlleiter deshalb noch am Wahlabend. Ausreichend Wahlhelfer gebe es offenbar, schließt Thiele daraus, dass es dies bezüglich keine Problemmeldungen durch Bürgermeister gab. Sondershausens Wahlleiter verfügt diesmal sogar über eine Warteliste, für Ausfälle durch Krankheit sei das durchaus von Vorteil, so Stefan Aschenbrenner. 68 Wahllokale im westlichen Kyffhäuserkreis sowie den drei Eichsfeld-Orten und 58 Wahllokale im östlichen Kyffhäuserkreis sind gemeldet. Ausgezählt wird öffentlich. Jeder Bürger darf dabei sein, wenn die Wahlvorständen die Stimmen zählen, erklärt der Kreiswahlleiter. „Das werde in zunehmendem Maße auch genutzt.“

Zu den Vorbereitungen der Wahl zählen auch Tests. Bis zum Wahlsonntag werde im Auftrag des Landeswahlleiters geschaut, ob alle Wahllokale erfasst sind und die Software für die Erfassung der Ergebnisse funktioniert, erklärt Thiele.

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