Sonderhausen: In zwei Wochen Baustart am Göldner

Sondershausen.  Tribüne des Sondershäuser Stadions wird abgerissen. Sanierung der Wettkampfanlage beginnt im Mai.

Der Bauzaun und der erste Bagger stehen schon am Fußballplatz auf dem Göldner.

Der Bauzaun und der erste Bagger stehen schon am Fußballplatz auf dem Göldner.

Foto: Andrea Hellmann

Am 9. März rücken offiziell die Abrissbagger auf dem Göldner an, erklärt Sondershausens Sportstättenverantwortlicher Thomas Rießland auf Nachfrage. Kann das Abrissunternehmen seine jetzigen Auftrag früher beenden, dann könnte es in Sondershausen auch schon ein paar Tage früher los gehen, macht Rießland Hoffnung auf einen schnellen Beginn. Denn bevor das Sportzentrum eine neue Tribüne, Rasenplatz und Leichtathletikanlagen bekommen kann, muss erst einmal die alte Tribüne weg.

Die ersten Bauarbeiter haben schon in der vergangenen Woche zu werkeln begonnen. Bauzäune müssen aufgestellt werden. Baustrom und Wasser verlegt werden. Und dann werde der Rasenplatz zur Baustraße, kündigt Thomas Rießland an.

Die Fußballer von Eintracht Sondershausen werden ihre Spiele während der Bauarbeiten in Berka auf dem Sportplatz austragen. Trainiert werden könne voraussichtlich bis Anfang Mai aber weiter auf dem Kunstrasenplatz. Dort sind auch die Leichtathleten aktiv oder finden Schulsportwettbewerbe statt.

Die Sportler werden auf andere städtische Plätze ausweichen. Zudem haben die Vereine mit der Bundeswehr eine Übereinkunft gefunden und können den neuen Sportplatz auf dem Gelände des Sondershäuser Unteroffiziersausbildungsbataillons nutzen, berichtet Rießland.

Ausgeschrieben seien inzwischen auch die Sanierungsarbeiten am Kunstrasenplatz und den Leichtathletikanlagen. Bis 17. März laufe das Verfahren. Mit der Vergabe rechnet der Sportstättenverantwortliche in der Stadtratssitzung Anfang April.

Nach Ostern aber könne bereits Baustart für den Rohbau des neuen Mehrzweckgebäudes inklusive Tribüne sein. Anfang Mai sei je nach Witterung geplant, mit dem Stadionrund zu beginnen. Dann werde der Kunstrasenplatz erneuert und die Laufbahn saniert.

Das alte Stadiongebäude werde bis zum Ende der Bauarbeiten im kommenden Jahr genutzt werden. Hier haben der Kreissportbund, aber auch Sondershausens Fußballverein BSV Eintracht seine Geschäftsstelle. Das gelte auch für die Gastsätte Zum Göldner. Allerdings müssen sich Gäste zu Veranstaltungen in der Gaststätte auf Einschränkungen einstellen. Der Zugang könne nicht mehr über den Haupteingang erfolgen, sondern durch das Stadiongebäude, erklärt Rießland.

Abgerissen wird das Haus am Ende der Sanierung vorerst nicht wie geplant. Die Stadt verzichtete darauf, nachdem sich die Kosten für die Stadionsanierung erhöht hatten.

Im neuen Mehrzweckgebäude ist keine neue Gaststätte vorgesehen, sondern nur ein Imbiss. Das haben die Förderung nicht zugelassen. Die Stadt Erhält aus einem Bundesprogramm nicht zu, erläuterte Rießland.

Das Mehrzweckgebäude wird zweistöckig errichtet. Vorgesehen sind Zugänge zur Leichtathletikanlage sowie zum Fußballplatz. Im Mehrzweckgebäude werden Umkleiden, Sanitärtrakt, Technikraum, Kiosk und Teeküche sowie Räume für die Geschäftsstellen des Kreissportbunds, der Kreissportjugend und des BSV Eintracht eingerichtet.

Die neue Tribüne wird 470 Sitzplätze umfassen. Rund 2000 Stehplätze werde es zudem am Hauptplatz geben. Die Sanierung der Wettkampfanlage umfasst die 400-Meter-Rundumlaufbahn, 6 Sprintstrecken á 100 Meter und 110 Meter Hürden, das Kunstrasenspielfeld bekommt einen neuen Belag, die Weit- und Dreisprunganlage sowie das Basketballspielfeld werden ebenfalls saniert.

Kosten der Stadionsanierung:

5.073.590 Euro

Finanzierung:

938.516,64 Euro Stadt Sondershausen

3.948.000 Euro Bundesmittel

100.000 Euro Kyffhäuserkreis

87.073,68 Euro Sponsoring