Sozialministerin zu Besuch im Kindergarten in Großfurra

Großfurra  Heike Werner informiert sich auf ihrer Sommertour über die Umsetzung des Landesprogramms für die Generationen im Kyffhäuserkreis.

Sozialministerin Heike Werner (links) überreichte gestern bei einem Besuch Sandra Zornemann, Leiterin des evangelischen Kindergartens Arche Noah in Großfurra, das Schild mit dem Titel „Thüringer Eltern-Kind-Zentrum (ThEKiz)“.

Sozialministerin Heike Werner (links) überreichte gestern bei einem Besuch Sandra Zornemann, Leiterin des evangelischen Kindergartens Arche Noah in Großfurra, das Schild mit dem Titel „Thüringer Eltern-Kind-Zentrum (ThEKiz)“.

Foto: Andrea Hellmann

Samstags um 9 wird im Kindergarten in Großfurra gewerkelt. Dann bohren, hämmern und schrauben Väter mit ihren Kindern gemeinsam, bauen mal eine Matschküche oder reparieren eine Bank, erzählt die Leiterin der evangelischen Kindertagesstätte Arche Noah, Sandra Zornemann. Der Vätertreff ist es von mehreren Projekten, die der Kindergarten gemeinsam mit Eltern im Rahmen des Projekts Thüringer Eltern-Kind-Zentrum entwickelt hat. Gefördert werden die Zentren inzwischen durch das Landesprogramm „Solidarisches Zusammenleben der Generationen“. Acht Zentren gibt es allein im Kyffhäuserkreis. Das in Großfurra besuchte gestern Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Linke).

Neben der Bildungsarbeit mit den Kindern sollen die Kindereinrichtungen als Eltern-Kind-Zentren die ganze Familie mit einbinden in ihre Arbeit. Eine soziale Anlaufstelle im Dorf sei der Kindergarten ohnehin schon gewesen, sich noch einmal besonders zu öffnen, sei dennoch anfänglich gar nicht so einfach gewesen, berichtet Sandra Zornemann von ihren Erfahrungen aus dem vorigen Jahr. Mancher Erzieherin falle es leichter, auf die Eltern zuzugehen und deren Anregungen anzunehmen, als anderen. Aber auch die Eltern müssten Hemmschwellen überwinden. Inzwischen aber habe sich einiges entwickelt. So sei der Vätertreff auf Initiative eines Vaters entstanden, dem es gelang, andere Väter zu motivieren. Aus der Sportgruppe einer Mutter sei die Idee eines Sportfests entstanden, das am 28. August veranstaltet wird und bei dem nicht der Sport gemacht wird, sondern sich Vereine vorstellen werden, die zeigen, welche Angebote es zur Freizeitgestaltung für Kinder gibt, erzählt Sandra Zornemann.

Mit den rund 500.000 Euro, die der Landkreis aus dem Landesprogramm erhält, werden auch andere Projekte gefördert – beispielsweise die Dorfkümmerin in der Gemeinde Kyffhäuserland, die Heike Werner gestern ebenfalls traf, oder eine Studie, ob sich ein Bürgerbus in Bad Frankenhausen lohnen würde.