Steinke zu Corona-Hilfen: Späte Einsicht besser als keine

Bad Frankenhausen.  Die Nordthüringer Bundestagsabgeordnete Kersten Steinke (Linke) äußert sich zur Situation der Soloselbständigen.

Kersten Steinke (Linke).

Kersten Steinke (Linke).

Foto: Wilhelm Slodczyk

Die Nordthüringer Bundestagsabgeordnete Kersten Steinke (Linke) hat sich zur Situation der Soloselbstständigen in der Coronakrise geäußert. „Späte Einsicht ist besser als keine“, sagte die Politikerin aus Bad Frankenhausen. Im Zuge des Lockdowns habe der Bund zwar zügig Transfer- und Kreditprogramme aufgelegt, doch viele Soloselbständige und Freiberuflerinnen und Freiberufler gingen bis dato leer aus. Alle aktuellen Infos im kostenfreien Corona-Liveblog.

Steinke begrüßt deshalb, dass endlich ein fiktiver Unternehmerlohn Gegenstand der geplanten Corona-Überbrückungshilfen ist. „Lang genug wurden Soloselbständige und Freiberufler im Regen stehen gelassen.“ Der sogenannte vereinfachte Zugang zur Grundsicherung sei weder sicher noch einfach gewesen. „Er erwies sich als kompliziert, bürokratisch und unpraktikabel.“

Hilfen für Veranstaltungsbranche notwendig

Aber auch für die Veranstaltungsbranche seien spezifische Hilfen notwendig. Denn für die Branche und ihre 1,5 Millionen Beschäftigten „wurde es mehr als eng: Für sie ist es nicht fünf vor zwölf, sondern fünf nach zwölf.“

Profitieren sollen von den Nachbesserungen unter anderem die Veranstaltungsbranche und Soloselbständige sowie Freiberufler mit Hilfe eines fiktiven Unternehmerlohnes. Berichten zufolge sollen große Teile betrieblicher Fixkosten erstattet werden. Hierfür sollen knapp 25 Milliarden Euro zur Verfügung gestellt werden. Kritiker bemängeln die zu strengen Vorgaben. Denn bisher wurden Anträge im Wert von 1,6 Milliarden Euro gestellt, von denen 1,1 Milliarden bewilligt wurden. „Auf die konkrete Ausgestaltung darf man also gespannt sein“, so Steinke.