Stich-Wort: Glückliches Händchen

Michael Voß nimmt einen Welttag ernster denn je

Michael Voss

Michael Voss

Foto: Marco Kneise

Nun ja, da muss man der oft gescholtenen Weltgesundheitsorganisation WHO doch mal ein glückliches Händchen bescheinigen. Schon 2008 ernannte sie den 15. Oktober, kurzerhand, zum Internationalen Händewaschtag. Also in Zeiten, als der Begriff Corona nur einen Teil der Sonnenatmosphäre und eine Biersorte bezeichnete.

Nun, da die Corona-Zahlen vielerorts wieder bedenklich zunehmen, passt dieses Datum perfekt: Nie war es wohl dringlicher darauf hinzuweisen, wie wichtig Handhygiene ist. Vor allem gründliche! Denn Experten bemängeln immer wieder: Das Händewaschen erfolgt in den meisten Fällen zu kurz und zu oberflächlich.

Mindestens eine halbe Minute lang sollte man, empfiehlt die WHO, die eingeseiften Hände aneinanderreiben. Und auch die Fingerkuppen, den Bereich unter den Nägeln und den oftmals vernachlässigten Daumen nicht vergessen. Und nicht zuletzt sollten die Handtücher möglichst oft gewechselt werden.

Sie merken schon: Es wird komplizierter, wenn eine scheinbare Nebensache plötzlich in den Vordergrund rückt. Dort sollte sie allerdings stehen. Denn neben Corona wird ein Großteil aller ansteckenden Krankheiten, inklusive Grippe, über die Hände übertragen.

Das sollte man sich immer wieder vergegenwärtigen – und nicht nur am 15. Oktober.