Tafel in Greußen wird immer reger genutzt

Greußen  Mit dem Umzug in die ehemalige Grundschule in der Neustadt haben sich Bedingungen für das Personal und die Kunden in Greußen verbessert.

Susanne Peter und Jennifer Hlawitschka (rechts) beim Sortieren von Obst und Gemüse – kurz vor der Öffnung der Ausgabestelle um 11 Uhr.

Susanne Peter und Jennifer Hlawitschka (rechts) beim Sortieren von Obst und Gemüse – kurz vor der Öffnung der Ausgabestelle um 11 Uhr.

Foto: Dirk Bernkopf

Im Juni dieses Jahres ist die Greußener Tafel von der Herrenstraße in die ehemalige Grundschule in der Neustadt umgezogen. Neben einem Ausgaberaum und einer großen Kleiderkammer stehen den derzeit sechs Mitarbeitern auch ein geräumiger Aufenthaltsraum zur Verfügung. Die Unterstützung ist gut, so erhielten sie Geld für einen weiteren Kühlschrank.

Die Mitarbeiter der Greußener Tafel haben am Donnerstagvormittag alle Hände voll zu tun, in einer Dreiviertelstunde öffnet die Ausgabe, und das Obst und Gemüse muss noch sortiert werden. Susanne Peter wirft ein paar matschige Birnen weg, gegenüber zupft Jennifer Hlawitschka welken Lauch aus einem Bund. Im Gang warten bereits etwa 30 Personen, dass sich die Rollläden der Ausgabe öffnen. Da, wo noch vor einem Jahr Schüler ihr Essen in Empfang genommen haben, stehen nun sozial benachteiligte Menschen, die für 1,50 Euro die vorsortierten Lebensmittel in Empfang nehmen. Kinderportionen kosten 50 Cent.

„Wir haben etwa 70 Kunden, meist Rentner, aber auch viele Kinder. Die Zahlen sind steigend“, sagt Angerina Sennewald, Leiterin der Tafel. Sie unterstreicht, dass Menschen, die Hartz IV beziehen oder einen Sozial-Bescheid besitzen, Anspruch auf die Leistungen der Tafel haben. Auch Rentner und EU-Rentner, deren Versorgungsleistung eher gering ausfällt, dürfen zur Tafel kommen. Die Menschen können sich direkt in der Tafel beraten lassen und erhalten hier den benötigten Ausweis.

Drei Greußener Märkte, ein Bäcker aus Westgreußen und ein Markt aus Straußfurt stellen regelmäßig Waren zur Verfügung. Da die Lebensmittel-Ausgabe nur Dienstag und Donnerstag ab 11 Uhr geöffnet ist, wird dringend ein weiterer Kühlschrank zur Kühlung verderblicher Ware benötigt. Die Bundestagsabgeordnete Kersten Steinke (Linke) überreichte am Donnerstag einen symbolischen Scheck über die beantragten 320 Euro. Das Geld stammt von der Alternative 54, einem Fonds, für den die Abgeordneten der Linken seit 2014 ihre Diätenerhöhungen spenden.

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