Tanztour durch die Zeit mit berühmten Fürstinnen

Sondershausen.  Freunde historischer Tänze proben im Sondershäuser Schloss Schrittfolgen aus der Renaissance ebenso wie den Charleston aus den 1920er-Jahren

Schwierige Schrittfolgen aus der sechsseitigen Choreographie zu einem französischen Barocktanz übten die Freunde historischer Tänze unter Anleitung  von Edda Weimann (2. von rechts) im Sondershäuser Schloss.

Schwierige Schrittfolgen aus der sechsseitigen Choreographie zu einem französischen Barocktanz übten die Freunde historischer Tänze unter Anleitung  von Edda Weimann (2. von rechts) im Sondershäuser Schloss.

Foto: Timo Götz

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Den flotten Charleston, an dem Sondershausens letzte Fürstin Anna-Louise vor fast 100 Jahren ihre Freude hatte, hoben sich die Tänzer bei ihrem Probe-Wochenende im Sondershäuser Schloss bis zum Schluss auf. Vorher mühten sich die Mitglieder der Gruppe für historische Tänze durch die exakten Schrittfolgen, die in einer sechsseitigen Choreographie aus der Zeit des Barock überliefert sind. „Liebenswerter Sieger“ heißt der Tanz, den Kursleiterin Edda Weimann für das neue Programm ausgesucht hat, das sie jetzt mit den Hobby-Tänzern aus Sonderhausen und Umgebung einstudierte.

Als Sieger, so sieht es Hannelore Kutscha, die Leiterin der Tanzgruppe, voraus, werden sich deren Mitglieder wahrscheinlich erst fühlen, wenn sie die komplizierten Schritte nach weiteren Wochen Training wirklich beherrschen. Liebenswert findet sie das gute Dutzend Freunde historischer Tänze um sich herum schon jetzt auch deshalb, weil es wieder die Herausforderung angenommen haben, ein neues Programm für die Veranstaltungssaison 2020 im Sondershäuser Schloss auf die Beine zu stellen. Dieses Mal soll ein Tanzspiel entstehen, bei dem vier berühmte Damen, die das Leben am Sondershäuser Hof über die Jahrhunderte geprägt haben, im lockeren Plausch über ihre Zeit erzählen.

„Die Geschichten untermalen wir dann mit den zur Epoche passenden Tänzen“, erklärt Hannelore Kutscha „So wollen wir unseren Zuschauern wieder ein unterhaltsames Erlebnis bieten und sie nicht mit einer einzigen Abfolge von Tänzen zu langweilen.“ Dazu allerdings müssen die Laien-Tänzer auch wieder schauspielerisches Talent unter Beweis stellen. Das kennt das jüngste Mitglied der Tanzgruppe, der neunjährige Robin, bereits aus der zurückliegenden Saison und hat sich davon nicht abschrecken lassen, dieses Jahr auch wieder mit zu proben und aufzutreten. Ziel ist, das fertige Tanz-Schauspiel zu Pfingsten erstmals aufzuführen. Die tänzerischen Grundlagen dafür mussten sich die Mitglieder der Tanzgruppe jetzt einprägen. Einen weiteren Workshop mit der Tanzlehrerin wird es bis zur Premiere nicht mehr geben.

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